Palais de la Berbie in Albi

ehemaliger Sitz der Inquisitoren

In der selben Epoche wie die Cathédrale Saint-Cécile entstand nur einen Katzensprung davon entfernt der Palais de la Berbie, der alte Bischofspalast von Albi. Neben den Bischöfen diente er auch den Inquisitoren als Amtssitz, weshalb der Palais ebenfalls einer Festung gleicht. Zurzeit der Katharerfeldzüge war der Palast zur Machtdemonstration allerdings einiges wehrhafter ausgestattet.

Mehrere Türmchen, Wehrgänge und Pechnasen sollten die »Andersdenkenden« einschüchtern. Nach dem Ende der Religionskriege ließ Henri IV. einen Großteil davon wieder entfernen. So wurde der 50 Meter hohe Turm Saint-Catherine mit seinen bis zu sieben Meter dicken Mauern abgetragen.

Nach den Kreuzzügen und der Inquisition sollten die Bischöfe das Image des bis dahin bewusst abschreckenden Gebäudes aufbessern. Aus der Festung wurde ein freundlicher Bischofspalast,

der heute teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Der Palast zählt mittlerweile zum UNESCO-Welterbe und beherbergt seit 1924 ein Museum über Henri Toulouse-Lautrec.

Doch das schönste für uns befindet sich im Herzen der Bischofsstadt, der Barockgarten des Palais de la Berbie. Der Zugang erfolgt über die Nordwestseite des Palastes. Zwischen dem Barockgarten und dem nur wenige Meter entfernten Tarn ist eine Promenade frei zugänglich.

Von hier aus blicken wir auf die symmetrisch angelegten Beete im Parterre vor dem Palast. Wenden wir uns dem Tarn zu, öffnet sich ein herrlicher Blick über den Fluss auf die mittelalterlichen Brücken und die gegenüberliegenden Stadtteile von Albi. Alles zusammen finden wir hier einen richtig schönen und ruhigen Ort in der Stadt.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!
Neuen Kommentar schreiben