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Kasbah des Oudaias

Unser erster Halt in Rabat ist bei der Kasbah des Oudaias. Wie bei der Moschee bleibt Abdul beim Wagen. Denn auch wenn es in den Städten überall jemanden gibt, der für den Parkplatz ein paar Dirham kassiert,

so geht unser Fahrer doch lieber auf Nummer sicher. Uns ist es recht, zumal sich unser gesamtes Gepäck im Fahrzeug befindet.

Hauptstraße in der Kasbah
Blick auf das alte Tor der Kasbah

Der Nachteil ist natürlich, dass wir auf eigene Faust losziehen müssen, ohne zu wissen, was uns in der Kasbah erwartet. Und außerdem, ohne zu wissen, wo wir genau hinlaufen müssen. So winkt uns wenige Meter hinter dem mächtigen - und restaurierungsbedürftigen - Eingangstor der erste Verkäufer zu und versucht, uns in die erstbeste Gasse zu schicken.

Da wir keine Lust haben, einem selbsternannten Reiseführer in die Hände zu fallen, lassen wir sie links liegen. Stattdessen laufen wir zunächst ein Stück die Hauptgasse der Kasbah hinunter und biegen erst, als wir vor uns nichts Interessantes entdecken können, nach links in die der Rue Zirara ab.

Gasse in die Rue Zirara
eine der vielen kunstvollen und zugleich mächtigen Türen
Rue Zirara

Endlich sind wir da, wo wir hinsollen, entdecken wir auf dem Weg durch die Rue eine ganze Reihe  winziger Gassen. Die meisten haben keinen eigenen Namen, sondern sind Teil der Rue Zirara und enden nach zwei, drei Ecken vor dem Eingang eines der blau und weiß angemalten Häuser. Die Fenster zur Gasse sind klein und vergittert, die Türen dafür um so gewaltiger, sodass sie in dieser kleinen Welt fehl am Platz wirken.

Auch wenn wir, bis auf einen Kasbah-Führer, der nahe einer öffentlichen Toilette (ja, das gibt es in der Kasbah) auf orientierungslose Urlauber lauert, kaum jemanden begegnen, wirkt das enge Gassengeflecht freundlich und einladend.

Rue Zirara
Andenkenstand
Rue Chbanate

Es sind die Blumenkübel und Pflanzenschalen neben den Eingängen, die Laternen hoch oben an den Wänden und die Sauberkeit, welche der Kasbah des Oudaias ihren besonderen Charme, ihre Atmosphäre verleihen.

Angenehm finden wir, dass uns weder die Händler zu ihren Läden rufen, noch die im Reiseführer genannten Henna-Frauen über Annette herfallen, um ihr im Vorbeigehen die Hände zu bemalen.

hier hängt der Himmel voller Orangen
Stadtmauer und Oudaia-Tor zur Kasbah des Oudaias

So können wir den Start in den ersten vollen Urlaubstag richtig genießen. Als wir schließlich zum Oudaia-Tor zurückkommen, wagen wir uns also auch in die Gasse, in die uns der eine Händler hatte schicken wollen. Es ist die Rue Chbanate, die um eine Ecke herum in einen anderen Teil der Kasbah führt.

Offensichtlich hatte der Mann es ehrlich mit uns gemeint. Denn auch hier erwartet uns ein hübsches Gassengeflecht, auch wenn die Chbanate selbst eine Sackgasse und deswegen nicht so groß ist wie die Zirara ist.

Video Kasbah des Oudaias in Rabat | Rundreise Marokko

Rundgang durch die liebevoll restaurierte Kasbah des Oudaias in Rabat.
VG Wort
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