Anzeige

Mulay Idris

Ein unbedingtes Muss in Marokko ist Mulay Idris. Die Stadt wurde im Jahr 788 von Mulay Idris (Idris Ben Abdallah) nach seiner Flucht vor dem Abassidenherrscher Harun el Rashid gegründet.

Durch ihre Lage auf einem Gebirgssattel ist sie weithin sichtbar und mit ihren weißen Häusern, die sich über Ölbaumplantagen und Felder unterhalb der Stadt erheben, bereits bei der Anreise ein herrlicher Anblick.

Blick auf Mulay Idris
Hallo!

Da sich hier das Mausoleum Mulay Idris’ befindet (er wurde im Auftrag des Abassidenherrschers vergiftet), wurde lange Zeit kein Ungläubiger in die Stadt gelassen und durfte bis vor kurzem auch keiner innerhalb der Mauern übernachten. Dies galt insbesondere für Juden.

Über zu wenig Besuch wird man sich hier aber kaum beklagt haben. Denn auch wenn der Koran keine Heiligenverehrung zulässt, so pilgern doch einige Marokkaner gleich dreimal nach Mulay Idris, um so eine Hadj nach Mekka zu ersetzen.

Platz des Grünen Marsches - Sahat Massira el Khada
Gang zur Grabmoschee des Mulay Idris

Heute ist alles weniger streng, auch weil der Tourismus den Einwohner von Mulay Idris eine willkommene Zusatzeinnahme bietet. So profitieren nicht nur die Cafés und Andenkenläden von den neuen Besuchern, sondern auch die Parkplatzwächter -

sie sehen in den Fahrzeugen mit europäischen Urlaubern den doppelten Profit. Zumindest versucht einer bei uns, das Doppelte des normalen Preises zu kassieren, bevor er einsehen muss, dass sich Abdul nicht abzocken lässt.

Blick auf einen der Hügel von Mulay Idris
Backsteintransport

Im Ort geht es dann erstmal steil bergauf mit uns, schauen wir in den Gang zum Mausoleum und laufen dann weiter bis zu einem Café mit einer ganz tollen Dachterrasse. Schon freuen wir uns auf die Aussicht über ganz Mulay Idris, die vielen hellen Häuser,

den Berg zur einen und den Feldern zur anderen Seite, als Abdul bemerkt, dass das Café geschlossen ist. So bleibt uns nur der Blick zwischen zwei Gebäuden auf den nächsten Stadthügel und der Gang über die andere Seite Mulay Idris’ hinab zur Ortsmitte.

VG Wort
Anzeige