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Asgaour-Wasserfälle

Annette und Lars vor dem größten der Wasserfallbecken.
große Erfrischung für die Kleinen

Ganz ehrlich: wenn man erstmal den richtigen Abzweig zu den Wasserfällen eingeschlagen hat, einigermaßen fit und nicht gerade mit Flipflops unterwegs ist, sind die Asgaour-Wasserfälle kaum zu verfehlen.

So kann sich Hussein darauf beschränken, vor uns her zu laufen und uns die offenen Kanäle zu zeigen, welche einen Teil des Wassers in zwei nahe Dörfer leiten.

Asgaour-Wasserfälle
Annette geht´s wieder besser.

Als wir nach ungefähr einer halben Stunde beim unteren Becken der Wasserfälle ankommen, sind wir aber doch froh, dass wir jemanden dabei haben, dem wir fürs Foto unsere Kamera anvertrauen können. Da man von hier nicht alle Kaskaden sieht, schlägt Hussein vor, über einen Felsen ein Stück höher zu klettern, wenn wir dies wollen. Natürlich wollen wir. Bis wir dann vor dem Felsen stehen, den er meint, und wir erst einmal schlucken. Denn während die eine Seite nur schwer zu besteigen ist, klafft unter der anderen Seite ein Loch.

Asgaour-Wasserfall
Blick über die Schlucht
Asgaour-Wasserfall

Bevor wir den Aufstieg wagen, verlangt Hussein unsere Kamerataschen. Danach zeigt er, welche Stellen an dem Felsen einen sicheren Halt geben. Tatsächlich ist da eine Stelle, in die man wie in einen Griff fassen kann. Bis man diese gefunden hat, bleibt jedoch genug Zeit, um sich auszumalen, was passieren kann, wenn man abrutscht. So bekommt Annette Angst, obwohl Hussein sie von oben fest und sicher an der Hand hält und ich sie von unten stütze.

Sie schafft es zwar nach oben auf den Weg, dort aber wird ihr schwindelig und muss sie sich mehrere Minuten mit klopfendem Herz an den nächsten Felsen lehnen. Zugleich wissen wir, dass unser Bergführer die 100 Dirham wert ist, denn da hätten wir es nicht ohne seine Hilfe hinauf geschafft - und auch nicht die Quelle wenige Schritte weiter links gefunden, die Annettes Lebensgeister wieder weckt.

In diesem Kessel sind wir irgendwo nach oben gekraxelt.
Blick ins Ourika-Tal

Die Mühe aber lohnt. Denn von der kleinen Anhöhe haben wir einen herrlichen Blick auf fünf der Kaskaden des Wasserfalls. Zum Glück ist es das einzige kritische Stück der Wanderung. Denn von hier oben führt ein Wanderweg in einem Bogen, vorbei an Walnussbäumen und Feigen, zurück nach Setti Fatima.

Kurz bevor wir das Restaurant erreichen, wo Abdul wartet, will Hussein das Geld kassieren. Als ich ihm die 100 Dirham gebe, verlangt er nochmals 50 Dirham. Angeblich seien die 100 nur bis zum Wasserfall und der andere Weg nicht obligatorisch. Außerdem hat er ja eine zeitlang unsere Tasche mit dem Wasser getragen. Noch bevor wir Abdul erreichen, gibt er allerdings auf, mehr Geld als vereinbart herauszuschlagen. Erst später erfahren wir, dass er zunächst 350 Dirham wollte, bevor Abdul ihn auf den korrekten Preis heruntergehandelt hatte.

Video Asgaour Wasserfälle im Atlas-Gebirge

Aufnahmen unserer Wanderung im Hohen Atlas zu den Asgaour-Wasserfällen.
VG Wort
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