Lower Barrakka Garden

und die Sicht auf das Fort St. Angelo

Nach dem Mittagessen bleibt uns genügend Zeit für einen Spaziergang durch Valletta. Es ist wieder ruhiger in der Altstadt geworden. Offenbar sind die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe inzwischen wieder an Bord. Auf diese sind übrigens einige Läden in Valletta ausgelegt. So fallen uns jede Menge Schmuckläden auf, die mal Galanterieware oder hochwertigen Schmuck anbieten,

und reihen sich Boutiquen für Lingerie und Schuhläden in den Gassen aneinander. Gemessen an der Auswahl und Menge sind vor allem Schuhe ein beliebtes Mitbringsel aus Malta. Sie sind günstig zu haben, schön anzusehen und obendrein von guter Qualität. Mit einem typischen Stadtbähnchen können sich die Touristen, auf der kitschig-fußfaulen Art, bequem einen Überblick verschaffen.

Straßenbähnchen von Valletta
Drehort für den Film »München«

Am idyllischsten wirkt die Altstadt von Valletta jedoch da, wo es kein Durchkommen für die Bähnchen gibt. So führen mehrere Stufen die St.-Ursula-Street, die Triq Sant' Orsla, hinab. Anstelle des andernorts unschönen Blechs verleihen hier Blumentöpfe und Bistrotische vor den Eingängen der Gasse ihren besonderen Charme. Mit diesen Eindrücken schlendern wir allmählich zum Lower Barrakka Garden.

Auf dem Weg dorthin passieren wir das Victoria Gate. Fast genauso interessant wie das alte Stadttor sind inzwischen die Gebäude im Hintergrund. Die Balkone dienten im Film »München« als Kulisse. Sie unterstreichen einmal mehr während unserer Reise, warum Malta auch das »Hollywood des Mittelmeers« genannt wird.

in den Gassen von Valletta
das World War II. Memorial bei Valletta
in den Gassen von Valletta

Eine Luxusstraße weiter erreichen wir schließlich den Lower Barrakka Garden. Schon auf den ersten Blick wirkt dieser deutlich schöner und prächtiger als der Upper Barrakka Garden. Zugleich halten sich auch Besucherzahlen in Grenzen.

Für einen allzu großen Andrang liegt diese Parkanlage wohl ein paar Meter zu weit abseits vom Zentrum. Dominierend steht das Denkmal für Sir Alexander Ball, dem ersten britischen Inselkommandanten, mitten im Garten. Es hat die Form eines dorischen Tempel und ist von Palmen und grünen Bäumen umgeben.

Denkmal für Sir Alexander Ball im Lower Barrakka Garden
Aussicht vom Lower Barrakka Garden in Valletta

Der Raum zwischen den Arkaden am Ende des Gartens wird auch für Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Dieser hintere Bereich des Unteren Barakka Gartens eröffnet uns eine gute Sicht auf das Fort St. Angelo und die Hafenausfahrt. Gegenüber befindet sich das World War II. Memorial, welches Queen Elizabeth II. zum Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkriegs gestiftet hat. Bei unserem Besuch verlässt gerade eine Fähre der Grimaldi Lines den Hafen.

An ihr können wir gut beobachten, wie stark der Sturm heute wirklich ist. Kaum hat die Fähre den schützenden Hafen verlassen, beginnt sie gewaltig zu schaukeln. Bei diesem Wetter und Wellengang sind so gut wie keine Ausflugsboote unterwegs. Lediglich eine kleinere Barke, die unter der Beakwater Bridge hindurchpasst und somit den weiten Weg um den Leuchtturm herum abkürzt, schaukelt durch den Hafen.

World War II. Memorial beim Lower Barrakka Garden
Aussicht vom Lower Barrakka Garden in Valletta

Als wir schließlich hinunter auf die Küstenstraße blicken, sehen wir unseren Fahrer auf dem Weg zum Eingang des Gartens. Damit reißen wir uns von der Kulisse los und kehren zum Ein- und Ausgang des Lower Barakka Gardens zurück.

Dort endet unsere Besichtigung von Valletta und geht es mit einer ganzen Reihe neuer und schöner Eindrücke zurück ins Labranda Hotel, wo unser erster großer Ausflug auf Malta pünktlich zum Nachtmittagssnack endet.

Ausblick vom Lower Barrakka Garden
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