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Reisetipps für Malta

Häufige Fragen zu unserer Reise

Zu welcher Jahreszeit waren wir auf Malta?

Wir waren Anfang Mai auf Malta. Zum ausgiebigen Baden im Meer ist es dann noch etwas zu kühl. Bei etwa 17° Celsius Wassertemperatur ist ein Sprung ins Wasser aber gut möglich. Da die Tagestemperaturen in dieser Zeit für gewöhnlich zwischen 20 und 25° Celsius pendeln, eignet sich die Zeit sehr gut, um die Kulturschätze auf der Insel kennenzulernen.

Bevor man zu luftig auf Erkundungstour geht, sollte man jedoch wissen, dass vom Meer her oft eine frische Brise weht. Auch in den Gassen der Altstädte pfeift gerne der Wind, weshalb wir meistens mit einer leichten, windabweisenden Jacke unterwegs waren und diese auch gebraucht haben. Weitere Angaben zur Reisezeit auf Malta finden Sie auf der Seite Wetter, Klima.

Sollte man Ausflüge besser schon vorab oder doch erst im Hotel buchen?

Bei einer Reise in die Dominikanische Republik mussten wir feststellen, dass der Euro vor Ort rund ein Drittel an Wert verliert. Denn während wir daheim die Angebote von Tui und Co. noch miteinander vergleichen konnten, fehlte in der gut abgeschirmten Riu-Anlage die Konkurrenz. Um auch kleinere, lokale Veranstalter möglichst außen vor zu lassen, schüren einige Reiseleiter Angst vor unseriösen Angeboten. Ganz extrem ist uns dies bei unserer Nilkreuzfahrt in Ägypten aufgefallen. Diese gibt es. Nach unserer Erfahrung aber gibt es diese auf Abzocke ausgerichteten Ausflüge genauso bei den renommierten Veranstaltern.

Mittlerweile schauen wir, dass wir unsere vorgesehen Ausflüge möglichst schon daheim planen und auch die Angebote miteinander vergleichen. Dies ist bei Malta bestens möglich, zumal sich zum Beispiel bei der Hafenrundfahrt alle Urlauber wieder auf einem Boot treffen, ganz gleich, bei wem sie gebucht haben. Lohnen tut sich außerdem ein Leihwagen. Wer ein kleineres Modell wählt - was wir angesichts teils sehr enger Straßen dringend empfehlen - kann diesen auch mal ein paar Tage stehen lassen. Er fährt damit noch immer günstiger, als wenn er die Ausflüge im Hotel bucht, und kann sich die Zeit dann besser einteilen.

Welchen Reiseführer können wir für Malta empfehlen?

Reiseführer Malta vom Michael Müller Verlag

Wir haben uns mit dem »Reiseführer Malta – Gozo, Comino« auf unsere Zeit auf Malta vorbereitet. Für uns war er der perfekte Begleiter. Neben den alten Städten und archäologischen Orte beschreibt der Autor Michael Bussmann auch einige weniger bekannte Ecken auf den beiden Inseln und gibt Tipps zu entlegenen Badebuchten und zu besonders schönen Küstenabschnitten. Wer gerne wandert, findet in dem Buch außerdem zwölf beschriebene Touren. Den Reiseführer können Sie portofrei direkt beim Michael Müller Verlag bestellen.

Was ist bei den Besichtigungen in den Städten zu beachten?

Durch die streng katholische Gemeinschaft sollten bei Kirchenbesuchen Hosen oder Röcke getragen werden, die über das Knie reichen, und die Schultern bedeckt sein. An heißen Tagen kann dies auch durch ein umgehängtes Tuch gewährleistet werden. Insbesondere Frauen sollten außerdem darauf achten, dass ihre Schuhe keine zu spitzen Absätze haben. Grund hierfür sind die reich verzierten und gegen Kratzer empfindlichen Grabplatten, über die man auch als Besucher in der Kirche hinwegläuft.

Trotz aller Gläubigkeit macht natürlich auch auf Malta Gelegenheit Diebe. Wir wurden deswegen selbst beim Eintritt in eine Kirche aufgefordert, den Rucksack vorne zu tragen. Ebenfalls von Nutzen sind Rucksäcke mit eingearbeiteten Drahtnetz sowie Vorhängeschlösser. Wer eine Schultertasche mit Reißverschluss trägt, sollte diese so tragen, dass der Verschluss stets nach vorne zeigt. Paare tragen die Taschen am besten auf der zum Partner zugewandten Seite.

Kommt man mit Deutsch oder Englisch auf Malta klar?

Neben der mittlerweile wieder weit verbreiteten maltesischen Sprache ist Englisch die zweite Amtssprache auf Malta. Zum Bedauern der weltoffenen Malteser gerät Englisch jedoch seit einigen Jahren zunehmend ins Hintertreffen, da es manch ein Einwohner meidet, eine andere als die alte Landessprache zu sprechen. Noch aber kommt man mit Englisch auf der gesamten Insel bestens zurecht.

Mit Deutsch ist es etwas schwieriger. Durch eine sehr aktive deutsche Gemeinde bei Valletta aber sprechen einige Malteser auch fließend deutsch. einen deutschsprachigen Reiseleiter zu finden, ist daher relativ einfach. Im Labranda versteht es sich durch die Zugehörigkeit zur FTI-Gruppe schließlich von selbst, dass ein Großteil der Mitarbeiter an der Rezeption und im Service Deutsch spricht.

Was für Steckdosen gibt es auf Malta und in den Hotels? Ist ein Adapter nötig?

Da Malta lange Zeit eine britische Kolonie war, sind natürlich auch die Steckdosen very British. Ohne einen entsprechenden Adapter geht da nichts. Diesen bekommt man auf Nachfrage im Hotel. Daneben gibt es meist im Bad eine Steckdose, in der auch die in Deutschland und Frankreich gängigen Eurostecker passen, sodass sich Akkus und Smartphones u.ä. wir daheim aufladen lassen.

Welche Erfahrungen haben wir mit den Linksfahren auf Malta gemacht?

Malta ist das vierte Land, in dem ich als Linksfahrer bzw. Rechtslenker unterwegs war. Dadurch fiel mir die Umstellung relativ leicht. Abgesehen von der nächtlichen Fahrt vom Flughafen quer über die Insel bis zum Hotel hat Annette bei meiner Fahrweise keinen Unterschied zu sonst bemerkt. Die größten Schwierigkeiten hatte mir dabei - ebenfalls bei der Anfahrt - ein zweispuriger Kreisel beschert, wo ich neben den vielen anderen Verkehrsteilnehmern auch noch die Hinweistafeln im Auge behalten musste. Sobald man sich tagsüber rechtzeitig auf die richtige Spur einordnen kann, funktionieren diese Kreisel dann allerdings besser.

Meine ersten Erfahrungen als Linksfahrer hatte ich auf Mauritius gesammelt. Beide Inseln haben gemein, dass es im Ballungszentrum oft sehr voll auf der Straße wird. Ein probates Mittel bei kniffligen Situationen ist es da, sich am Vordermann zu orientieren. Im Vergleich zu Mauritius geht es auf den Straßen Maltas eher gesittet zu. Das liegt zum einen an den Geschwindigkeitskontrollen und an den besseren Straßen. Zum anderen sind die Malteser Urlauber und damit neue Linksfahrer gewohnt und nehmen eher Rücksicht. Dadurch eignet sich diese Insel sehr gut, um sich an das Fahren auf der linken Straßenseite zu gewöhnen.

Welche Erfahrungen haben wir mit dem Veranstalter gemacht? Gibt es versteckte Kosten?

Der Ablauf der Reise hat bei uns bestens geklappt. Als wir die Reise bei FTI gebucht hatten, war der Transfer vom Flughafen zum Hotel und zurück noch nicht in den Reiseleistungen inkludiert. Weil sich dies im Nachhinein geändert hatte, hätten wir statt mit dem Leihwagen auch mit dem Transferbus fahren können. Telefonisch hatte mich eine FTI-Mitarbeiterin hierzu gefragt, ob wir auch den Leihwagen über FTI oder Sonnenklar gebucht haben. In dem Fall hätte sie diesen für den An- und Abreisetag stornieren können. Das ebenfalls zur FTI-Gruppe gehörende Hotel Labranda Riviera Resort & Spa war auf unsere späte Ankunft eingestellt und hatte uns ein kleines Abendessen im Zimmerkühlschrank bereitgehalten. Etwas verwirrend war lediglich, dass die im Internet zum Hotel abgebildeten Aufnahmen zum Teil von einem anderen Hotel stammen. Ob das bewusst gemacht wurde oder es sich um ein Versehen handelte, ist uns unbekannt. Wer das Labranda-Hotel all-inclusive bucht - was die meisten Gäste tun - kann die Zeit auf Malta weitgehend ohne zusätzliche Kosten verbringen. Das bietet Planungssicherheit in der Reisekasse.

Sobald man etwas von der Insel sehen will, sollte man sein Budget deutlich aufstocken, da die über FTI angebotenen Ausflüge anders als die Reise an sich eben nicht zum Schnäppchenpreis zu haben sind. Auch im Hotel können sich verschiedene Zusatzkosten zu insgesamt deutlichen Mehrkosten führen. So hätten wir für den Zimmersafe eine Gebühr von 3,50 Euro pro Tag zahlen müssen und sind einige Cocktails und Markenspirituosen von der All-inclusive-Verpflegung ausgenommen - was wir allerdings okay finden. Wer für den Fernseher auf dem Zimmer eine Fernbedienung möchte, muss dafür ein Pfand hinterlegen. Schade ist, dass sich die Sender und die Lautstärke auch nur über die Fernbedienung einstellen lassen. Ebenfalls gegen Pfand wird das Badehandtuch ausgegeben. Wer dieses gewechselt haben möchte, zahlt dafür eine geringe Gebühr. Ebenfalls Zusatzkosten fallen an, wenn man ein Lunchpaket für den nächsten Tag erst nach 12 Uhr bestellt. Die letzten drei Punkte halten wir alles für Erziehungsmaßnahmen, die dazu beitragen, die Abläufe im Hotel zu optimieren und die Betriebskosten möglichst gering zu halten.

Was ist beim Baden oder in der Sauna zu beachten?

Auf Malta gelten strenge Vorschriften beim Baden und Saunieren. In beiden Fällen ist es gesetzlich verboten, sich der Öffentlichkeit textilfrei zu zeigen. Für die wenigen Strände und Badebuchten sind damit zumindest Badehose bzw. Bikini oder Badeanzug vorgeschrieben. Das wird auf Malta auch kontrolliert. In den Hotels werden die Regeln zumindest in der Sauna weniger streng gehandhabt. Das maltesische Gesetz gilt aber natürlich auch dort.

In unserem Hotel wurde darauf hingewiesen, dass die Badekleidung im Dampfbad aus hygienischen Gründen zu tragen ist. Vergleicht man deutsche Saunen mit solchen, in denen sich die Gäste mit der nassen Badekleidung auf die Holzbänke setzen, sprechen aber doch wohl nur gesellschaftliche Gründe gegen Textilfreiheit. Denn gegen das vorzeitige Altern und gammlig werden vom Holz hilft dann auch das obligatorische Handtuch nichts.

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