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Ballonfahrt über Mallorca

Blick auf einen Autobahnkreisel bei Manacor
Annette und Lars bei ihrer ersten Heißluftballon-Fahrt

Das Gefühl beim Start des Heißluftballons lässt sich schwer beschreiben. Es ist eher so, dass man kaum spürt, wie sich der Korb plötzlich vom Boden löst. Genauso gut könnte man auf eine Plattform steigen, die eine Handbreit über dem Boden schwebt. Mit dem Unterschied, dass aus der Handbreit bald ein, zwei Meter werden, dann zehn und dann ... ist es auch schon egal, wie viel Luft sich zwischen unseren Füßen und dem Boden befindet. Wir fahren!

Falsch hingegen ist die Vorstellung einer allumgebenden Stille während der Ballonfahrt. Je nachdem, ob der Ballon steigt oder sinkt, ertönt ein durchgehender oder stotternder Piepton. Wird das Stottern zu schnell, schickt der Pilot die nächste Ladung Wärme über den Brenner ins Balloninnere. Der Gasbrenner ist zugleich der Grund, warum es nicht kalt wird. Wer größer als der Pilot ist (dazu braucht es nicht viel), dem wird es ganz schön warm auf dem Kopf.

Blick aus dem Ballon über die zentrale Ebene von Mallorca zur Tramuntana
Heißluftballon über Mallorca

Zugleich steht unser Pilot im ständigen Kontakt mit dem anderen Heißluftballon. Dieser ist kurz vor uns gestartet und meldet uns, in welcher Höhe der Wind wie stark weht - und wohin. Unserem Piloten ermöglichen die Angaben, gezielt die Höhe anzusteuern, die uns em ehesten in die gewünschte Richtung bringt. In diesem Fall heißt das: immer in etwa parallel zur Schnellstraße.

Dadurch befinden wir uns immer in der Nähe der Begleitfahrzeuge, die uns über die MA-15 folgen. Immer spannend wird es dann, wenn der Pilot den Heißluftballon absinken lässt und die Höhe dann der Geländeform anpasst. Es fühlt sich an, als gleite man auf einer Welle aus Luft über die Baumwipfel hinweg zu landwirtschaftlichen Plantagen und dann hoch über einzelne Kuppen.

Finca auf Mallorca aus der Vogelperspektive
Mandelplantage auf Mallorca

Dadurch bekommen wir selbst Einblicke in Grundstücke, deren Eigentümer größten Aufwand betreiben, um sich von der Allgemeinheit abzuschotten. Nachdem wir über eine Mandelplantage hinweg geglitten sind, öffnet unser Pilot wieder längere Zeit das Ventil der Gasflasche. Augenblicklich braust die Flamme auf und steigt der Ballon durch die erhitzte Luft wieder in höhere Lagen.

Diesmal lässt er den Ballon bis auf 800 Meter über dem Meer oder 680 Meter über Grund steigen. Das genügt, um einen Großteil der Insel zu überblicken. Während voraus Manacor zu sehen ist, reicht der Blick nach Süden und Osten bis zu den Stränden von Mallorca. Weit schöner finden wir jedoch den Blick nach Osten zur Tramuntana, wo sich der Puig Roig deutlich von den anderen Bergen abhebt.

Schatten des Heißluftballons
Ballon-Fahrt knapp über den Wipfeln der Bäume
VG Wort
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