Anzeige

Caldeirão Verde

von Queimadas in den Caldeirão Verde 2/3

Je näher wir ans Ziel kommen, umso tiefer liegt der Talgrund unter uns. Die Levada-Mauer ist zwar mit einem soliden Drahtseilgeländer gesichert, doch so manche abschüssigen Stellen wirken ganz schön unheimlich. Dafür werden wir immer wieder mit Aussichten über die Terrasse von Santana bis auf das Meer belohnt.

In der Ferne erkennen wir die Nachbarinsel Porto Santo. Nach einem letzten kurzen Tunnel ist das Ziel nur noch einen guten Steinwurf weit entfernt. Immer weiter geht es in das Tal hinein und die gegenüberliegenden Bergflanken verengen sich zusehends.

beim Wasserfall von Caldeirão Verde
Lars beim Wasserfall von Caldeirão Verde

Bei einem Flusstal angekommen treffen wir auf die Gruppen, die vor uns aufgebrochen sind. Große Steine bieten sich für ein Pause an und überall wird das Vesper ausgepackt. Wir aber wollen erst zum Kraterkessel mit dem Wasserfall. Ein schmaler Pfad neben dem oberirdisch fast trockenen Flussbett führt dorthin.

Auch dieser Fluss ist kaum mehr als ein Bach. Dafür fällt das Wasser in ein idyllisches, grünes Becken. Nach diesen schönen Eindrücken beim Caldeirão Verde gönnen auch wir uns die wohlverdiente Pause, bevor es auf dem selben Weg zurück geht.

Wasserfall beim Caldeirão Verde
wieder auf dem Rückweg an der Levada
schöner Baum an der Levada bei Queimadas

Nach uns sind einige große Gruppen in Queimadas angekommen. Hatten wir auf dem Hinweg noch Ruhe und meist menschenfreie Wege, so hängen wir jetzt ständig an der Felswand oder in den Drahtseilen direkt am tiefen Abgrund fest. Erst müssen wir die Menschenflut durchlassen, die dem Ziel der Wanderung erst noch aufgeregt entgegen strömt. Das ist zugleich anstrengend wie auch beängstigend. Froh, endlich wieder sicheres Gelände erreicht zu haben, hüpft Lars etwas unachtsam die Treppen bei der Wasserfall-Brücke hoch.

Auf der Brücke angekommen, knickt er auf einmal auf nahezu ebenem Grund um und staucht sich den Fuß. Prima, jetzt dürfen wir ihn den restlichen Weg zurücktragen. Nein, natürlich schafft unser Wanderbuch-Autor es noch selbst. Aber solche Unachtsamkeiten sind auch den nervös machenden Gruppen zuzuschreiben. So finde ich es doch sehr gefährlich, wenn man auf so schmalen Strecken zwanzig bis dreißig unberechenbaren Leuten an einem Stück ausweichen muss. Kleingruppen wären hier für alle sichererer und damit auch besser.

Margerite an der Levada von Queimada
Ausblicke von der Levada

Bis auf den dicken Fuß von Lars haben wir aber wieder eine sehr schöne und eindrucksvolle Wanderung im Norden Madeiras hinter uns. Nach der Rückfahrt ins Hotel schonen wir dann unseren Lars.

Immerhin wechseln wir morgen in ein Hotel bei Funchal, also auf die Sonnenseite der Insel, wo schon die nächsten Abenteuer auf uns warten.

Wanderung von Queimadas in den Caldeirão Verde

Eindrücke unserer Wanderung entlang zur Caldeirao Verde, der grünen Caldeira von Madeira.
VG Wort