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Aufstieg auf den Pico do Furado

und die Sicht auf den Farol de São Lorenço 2/3

Garnelenzucht bei Madeira
Wanderweg an der Ponta de São Lourenço

Nach gut zwei Kilometern erreichen wir eine Engstelle der Ponta de São Lourenço. Hier fällt das Gelände zu beiden Seiten steil ab und passt der Begriff atemberaubend gleich doppelt. Denn neben den nächsten tollen Aussichten über die schroffen Klippen sowie nach Osten zum Pico do Furado pfeift uns der Wind hier besonders stark um die Ohren.

Nachdem wir die Engstelle gemeistert haben, schwenkt der Weg nochmals kurz nach Norden, dann aber gleich nach Südost. Hier öffnet sich das Gelände wieder. Da die Klippen links von uns auf den nächsten Metern deutlich höher sind, ebbt der Wind ab. Erkennen lässt sich dies auch an dem Gras, das hier höher wächst und dichtere Bestände bilden kann.

Casa do Sardinha an der Ponta de São Lourenço

Bei einer Infotafel gabelt sich der Weg. Hier halten wir uns links, sodass wir einen weiteren Aussichtspunkt östlich vom Casa do Sardinha passieren. Das »Sardinenhaus« wird als Besucherzentrum des Naturschutzgebietes Ponta de São Lourenço genutzt. Zudem befindet sich in dem Haus eine Cafeteria, die durch ihre Lage auf der kargen Landzunge auch als Oase in der Wüste bezeichnet wird.

Da diese so früh am Morgen noch so aussieht als wäre sie geschlossen, verzichten wir jedoch auf den Abstecher und nehmen sogleich den Aufstieg auf den Pico do Furado in Angriff. Und das kann ruhig wörtlich genommen werden. Denn südlich vom Besucherzentrum steigt der Weg spürbar an. Auf den nächsten 400 Metern gilt es, etwas über 100 Höhenmeter zu bewältigen.

Gräser im Strum beim Pico do Furado
beim Pico do Furado

Um den hier wieder windexponierten Aufstieg zu erleichtern, wurden Stufen am Hang angelegt. Leider aber haben diese auf dem rutschigen Untergrund eine nur begrenzte Wirkung - zumal wir bei besonders starken Böen lieber kurz verharren und uns an den zusätzlich gespannten Drahtseilen halten. So dauert es zwölf Minuten, bis die kurze Passage hoch zum Gipfel hinter uns liegt.

Die Plackerei aber lohnt. Denn auch wenn es oben wie Hechtsuppe zieht, so ermöglicht uns der Gipfel doch eine beeindruckende Sicht über die Ilhéu da Cevada und der Ilhéu do Farol, der Insel des Leuchtturm, zum Farol de São Lorenço, dem Leuchtturm des Heiligen Lars. Dennoch treten wir bald den Rückweg an, auf dem uns bald immer mehr Wanderer bzw. Wandergruppen entgegenkommen.

Wanderung über die Ponta de Sao Lourenco

Eindrücke unserer Wanderung über die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco und den Pico do Furado ans stürmische Ostende von Madeira.

Am Schuhwerk und den Gesichtern lässt sich ablesen, dass sich viele die Tour leichter vorgestellt hatten. Auch wir sind leicht erschöpft, sodass wir doch gerne eine Pause beim Picknickplatz oberhalb vom Cais do Sardinha einlegen, bevor unsere letzte und unerwartet schöne Wanderung beim Kreisel endet. Dort angekommen, freut sich dann auch ein Imbisswagen über reichlich Nachfrage nach Getränken und Eis.

VG Wort
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