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Pico das Torres

vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo 3/7

Der Pico das Torres ist der zweithöchste Gipfel von Madeira. Mit seinen 1851 Meter Höhe und seiner felsigen Flanke ist er ein beliebter Kletterberg. Als Wanderer verzichten wir jedoch auf den Gipfelsturm. Unser Weg verläuft über einen Sattel an der Ostseite des Berges,

der knapp 100 Meter unter dem Gipfel auf die andere Seite herumführt. Aber auch der Sattel hat es in sich, sodass uns bald einige Schweißperlen auf der Stirn stehen. Wanderer, die sich erst noch an Bergtouren gewöhnen müssen, zwingt der Aufstieg sogar zu einigen Pausen.

am Pico das Torres
Lars im ganz schön hohen Ginster

Vom Pico do Gato aus verläuft der schöne Natursteinweg gut gesichert entlang der Steilwand. Bei kleinen, aber natürlichen Terrassen ist der Weg von mannshohem Ginster gesäumt. Da verschwindet selbst Lars zwischen den vielen Blüten fast von der Bildfläche.

In der Vegetation ist es noch bequem zu laufen. Dann aber beginnt ein unglaublicher Treppenpfad. Die Stufen sind in den Fels geschlagen und alle unterschiedlich hoch. Es ist schwierig, hier einen gleichmäßigen Schritt zu finden. Trotzdem ist der nächste Sattel doch bald erreicht.

beim Pico das Torres
oben angekommen

Oben angelangt bieten genügend Felsen Platz für eine kleine Pause. Von hier aus ist unser Ziel, der Pico Ruivo, und sogar die dahinter liegende Berghütte, gut zu erkennen.

Über Treppen und Serpentinen geht es vom Sattel des Pico das Torres wieder herunter. Nachdem das Steilstück geschafft ist, windet sich der Weg wieder entlang der Felswand und können wir neue Kraft schöpfen.

Blicke vom Pico das Torres
Umweg wegen Felsabsturz nach dem Pico das Torres

Wir erreichen einen Tunnel. Hier trifft die Westvariante, die wir beim Pico do Gato wählen konnten, wieder auf den Hauptweg. Über eine Rechtskurve verläuft der Wanderweg durch eine Art Galerie in der Felswand. Ein großes Lebensgefahr- und Durchgangsverbotschild weist jedoch darauf hin, dass der Weg gesperrt ist. Und was nun? Laut unserer Wanderkarte ist dies die einzige Verbindung zum Pico Ruivo.

Wir laufen ein Stück entlang des verbotenen Weges, um nach dem Grund zu schauen. Wir müssen nicht weit laufen. Ein Felssturz hat ein gutes Stück aus dem Berg gerissen und mit ihm auch den Wanderweg. Dort, wo einst die Galerie war, geht es jetzt senkrecht nach unten. Da keine Alternative angeschrieben steht, kehren wir enttäuscht zurück. Endet hier unsere Tour zum höchsten Gipfel von Madeira?

VG Wort
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