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Felssturz am Pico und steiler Umweg

vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo 4/7

Da wir ja schon mal hier sind, nehmen wir die Tunnelstrecke entlang der Westflanke des Pico das Torres. Hier kommen nun auch unsere Taschenlampen zum Einsatz, denn der erste Tunnel ist knapp 100 Meter lang und dunkel.

Trotz der Pflasterung haben sich mehrere Pfützen auf dem Tunnelgrund gebildet, denen wir ausweichen. Kurz nach dem Tunnelausgang, noch im Schatten des Pico das Torres, stoßen wir auf ein provisorisches Schild mit dem Hinweis zum Pico Ruivo. Soll das die Ersatzstrecke sein?

steiler Umweg zum Pico Ruivo
steiler Umweg zum Pico Ruivo
steiler Umweg zum Pico Ruivo

Der Pfad ist abschüssig und sieht alles andere als gut begehbar aus. Dies ist auch der Grund, weshalb hier einige Wanderer Pause machen. Sie warten auf ihre Mitwanderer, die den Umweg gewagt haben. Wir wagen es auch.

Vorsichtig schlittern wir den Pfad herunter. Waren wir bisher auf gut ausgebauten Pflasterwegen und Felstreppen unterwegs, ist der Pfad hier nur grob ins Tuffgestein geschlagen und somit sandig und rutschig.

steiler Umweg zum Pico Ruivo
steiler Umweg zum Pico Ruivo

Leider gleicht die Strecke eher einer wilden Piste als einem Wanderweg. Das ständige Auf und Ab geht an die Substanz. Daran ändern auch die Metalltreppen nichts, welche die markanten Stellen überhaupt erst passierbar machen. Allen Widrigkeiten zum Trotz ist auch dieser Weg mit Seilen ausreichend abgesichert.

Wo es ging, wurden Treppen in den Sandstein gearbeitet. Die teils meterhohen Stufen sind zwar schwierig zu begehen, aber machbar. Über einen Bergrücken gelangen wir schließlich über Naturwege wieder auf den Hauptweg.

schöner Weg nach dem Umweg zum Pico Ruivo
steiler Umweg zum Pico Ruivo

Von hier aus können wir gut auf den Felssturz blicken. Von dem Berg ist ein recht großes Stück abgebrochen. Vom alten Wanderweg fehlen 30 oder 40 Meter. Ob die eingearbeitete Galerie den Berg instabil gemacht hat und Schuld an den Felssturz trägt? Wir sind froh, trotz der Strapazen auf der anderen Seite angelangt zu sein.

Hier führt uns der gewohnt gut gepflasterte Weg durch große Ginsterfelder und an üppig blühenden Margeriten-Büschen vorbei. In dem Blütenmeer stehen bis zu 300 Jahre alte, knorrige Baumheiden. Leider fielen die meisten von ihnen 2010 einem großen Waldbrand zum Opfer, was sie heute gespenstisch wirken lässt.

weiter geht der Weg unter knorriger verbrannter Baumheide und Ginster zum Pico Ruivo
schöner Weg zum Pico Ruivo
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