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Pico do Arieiro

vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo 1/7

Die Sonne scheint. Nur ein paar Deko-Wolken zieren den Himmel. Für Wanderer sind das optimale Bedingungen für die Tour über die drei höchsten Gipfel von Madeira. Wir starten gleich nach dem Frühstück und nehmen Dank unseres inseluntauglichen Navis mal wieder den direkten Weg dorthin. Während eine Hauptstraße in großen Serpentinen in die Berge führt, fahren wir nach Anweisung an einer eher unübersichtlichen Stelle von dieser herunter.

Anstatt sanft nach oben zu kurven, fahren wir senkrecht zu den Höhenlinien eine der steilsten Straßen von Madeira hinauf. Bevor wir die Hauptstraße wieder erreichen, macht unser Clio keinen Wank mehr. Also kurz zurückrollen lassen, Anlauf nehmen und … Juchu! Wir sind wieder auf der eigentlichen Straße zum Pico do Arieiro.

Anne auf dem Pico do Arieiro
Pico do Arieiro

Mit einer vom Poiso-Pass ausgehenden Straße ist der Pico do Arieiro sehr gut erschlossen. Durch einen riesigen Parkplatz, einer Cafeteria und dem daran angeschlossenen Souvenirladen ist der dritthöchste Gipfel zugleich der meistbesuchte Gipfel von Madeira. Wir sind früh dran, sodass wir noch reichlich Parkmöglichkeiten vorfinden.

Schon von Weitem sehen wir die weiße Radaranlage, die zur NATO-Station der Portugiesischen Luftwaffe gehört. Unmittelbar daneben steht der Gipfelstein des Pico do Arieiro (1818 m), welcher über eine Treppe für jedermann gut erreichbar ist. Es zieht wie Hechtsuppe und ich setze mich hinter den Stein, um nicht vom Berg geweht zu werden. Viel Spaß beim Wandern bei dem Wind!

herrliche und stürmische Ausblicke auf dem Weg zum Pico do Gato
herrliche und stürmische Ausblicke auf dem Weg zum Pico do Gato

Doch wir lassen uns nicht abschrecken und ziehen die Kapuzen über den Kopf. Kurz unterhalb des Gipfels zweigt der Wanderweg zum Pico Ruivo über den PR 1 ab. Der Weg ist gepflastert mit Basalt- oder Trachytplatten. Diese grauen Gesteine sind die Produkte von

Vulkanausbrüchen und entstehen bei langsam fließender Lava. Sie sind extrem hart, werden bei Nässe allerdings auch sehr glatt. Bei Regen ist hier Vorsicht geboten und bei Schnee ist die Tour tunlichst zu unterlassen.

Natternkopf oder der Stolz von Madeira
wie eine Himmelstreppe am Miradouro do Ninho da Manta
in Fels geschlagene Wege

Nachdem der erste, dem Wind extrem ausgesetzte Bergrücken überwunden ist, folgt auf dem nächsten Abschnitt ein stetes Auf und Ab. Traumhafte, an Himmelsleitern erinnernde Treppen führen immer wieder über kleine Gipfel hinweg.

Teilweise ist der Weg galerieartig in den Fels gehauen. Wir folgen einem kurzen Abstecher zur Aussichtskanzel Miradouro do Ninho da Manta, dem Bussardnest. Von hier aus können wir weite Teile unseres Weges überblicken. Sehen aber auch auf die Nebeldecke der Inselnordseite.

Blick in das Seitental Curral das Freiras
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