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Ribeiro Bonito

Wanderung entlang der Levada Faja do Rei 2/4

Bei einem Talgrund breitet sich der Weg auf und verzweigt sich mehrfach. Wir folgen weiter dem Schild zur Ribeiro Bonito, welche nur noch 2,4 Kilometer entfernt ist. Nach der Begegnung mit einem recht zutraulichen Madeira-Buchfinken (Fringilla coelebs madeirensis) bei einer Reihe kleinerer Betonbauwerke wird der Weg wieder schmaler.

Ein kurzer Tunnel führt uns um die Ecke. Taschenlampe brauchen wir hier keine, denn trotz der Kurve fällt genug Licht ins Tunnelinnere. Trotzdem sollte auf den Kopf geachtet werden, da die Steine nur grob aus der Decke gearbeitet sind und überall Ecken und Kanten herausstehen.

an der Levada do Rei
an der Levada do Rei

Nach dem Tunnel wird der Weg spektakulärer und ausgesetzter. Teilweise liegen Betonplatten auf der Levada, damit überhaupt einen Weg da ist. Die Levada ist hier in die steile Felswand gearbeitet und die Decke hängt an weiten Teilen des Weges über.

Drahtseile sorgen bei den exponierten Stellen für Sicherheit. Trotzdem ist Schwindelfreiheit erforderlich, da es neben der Levada teilweise senkrecht ins Tal geht. Durch die extreme Feuchtigkeit wachsen Farne, herrliche Moose und bunte Blumen an den Felswänden.

Abzweig an der Levada do Rei
typischer Buchfink auf Madeira

Mitten in dieser Steilwand fällt ein Wasserfall auf die Levadamauer. Auf der Länge von etwa zehn Metern ist der Weg zwar ausreichend breit, aber ungesichert. Somit ist Vorsicht angesagt, da die Betonplatten immer nass und moosig sind. Man kann sich noch so dicht an die Felswand drücken,

wer zum Ursprung der Levada will, muss dafür eine Dusche in Kauf nehmen. Während wir auf der bisherigen Strecke alleine unterwegs waren, begegnet uns am Wasserfall eine französische Wandergruppe. So sorgt das herabfallende Nass für Heiterkeit, ist aber für so manchen Jeans-Träger unangenehm.

Wir sind fast schon angekommen an der Ribeiro Bonito.
ganz hinten bei der Ribeiro Bonito
VG Wort
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