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Dorf Curral das Freiras und Rückweg zum Eira do Serrado

von Eira do Serrado nach Curral das Freiras 2/3

Blick auf die alte Straße ins Nonnental
Kirche in Curral das Freiras

Weiter unten führt der Caminho das Voltas durch einen weiteren lichten Eukalyptuswald. Neben den tief wurzelnden Baumriesen fallen uns hier aber auch einige Esskastanien und Walnüsse auf. Vor allem die Esskastanien sind für Curral das Freiras bekannt. Aus ihnen werden Kastanienkuchen, Kastaniensuppe und einiges mehr hergestellt. Auch Ginja, der im Tal hergestellte Likör, wird aus Kirschen oder Kastanien gemacht.

Nach gut anderhalb Kilometern ab dem Hotel lädt am Caminho das Voltas ein Picknickplatz zum Verweilen ein. Wir indes laufen gleich weiter und erreichen ein paar Minuten später eine Serpentinenstraße, welche die Dorfterrasse mit den tiefer im Tal liegenden Häusern und Feldern verbindet. Hier biegen wir rechts ab und laufen damit ein kurzes Stück Weg aufwärts, eh nach einer Linkskurve das Dorf direkt vor uns liegt.

Altar in der Kirche von Curral das Freiras
Fenster in der Kirche von Curral das Freiras
Deckenbild in der Kirche von Curral das Freiras

Dort angekommen, werden wir auch gleich beim ersten Café, dem Saborel do Curral, offen und freundlich empfangen. Nachdem uns die geschäftstüchtige Frau aufzählt, welche Kuchen heute ganz frisch im Angebot sind, machen wir aber erst einen Rundgang durch den Ort. Sie hat kein Problem damit, lässt aber auch erkennen, dass sie sich auf unsere Rückkehr zu ihrem Café freut.

Da die Kirche nur einen Katzensprung vom Café entfernt ist und wir nach den langen Touren der letzten Tage auf den nach Süden hin etwas höher gelegenen Dorfbereich verzichten, dauert unser Rundgang tatsächlich nur wenige Minuten. Einen Abstecher zur Dorfkirche und den davor unter hohen Nadelbäumen angelegten Friedhof von Curral das Freiras lassen wir uns aber nicht entgehen.

Café-Terrasse vom Sabores do Curral
Ausblick ins Nonnental von der Terrasse vom Café Sabores do Curral

Wieder beim Sabores do Curral werden wir dann tatsächlich richtig freundlich hereingebeten und auf die wunderschöne Dachterrasse begleitet. Während wir selbst im Schatten großer Sonnenschirme sitzen, haben wir eine herrliche Sicht über die Talenge unter uns und die nun südlich, westlich und östlich von uns aufragende Bergkulisse.

Auch die Kuchenauswahl hält, was uns versprochen wurde. Hier schmeckt man einfach den Unterschied zu den billigst zubereiteten Industriebackwaren, die bei uns in immer mehr Geschäften in den Regalen liegen. Die Überraschung aber ist eine Likörverkostung, bei der wir unter anderem ein Gläsle Mandellikör spendiert bekommen. Lecker!

Pause auf dem Rückweg nach Eira do Serrado
noch ein Blick zum Curral das Freiras

Beim anschließenden Rückweg machen sich dann doch die langen Wanderungen entlang der Levada do Castelejo und vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo bemerkbar. Das wirkt umso mehr, als dass wir nun alles wieder bergauf laufen müssen. Immerhin sind auf der Strecke vom Curral das Freiras bis zu den Parkplätzen beim Eiro do Serrado 400 Höhenmeter zu bewältigen. So nutzen wir diesmal auch den auf einer Felsnase gelegenen Aussichtspunkt für eine Rast, eh wir den Abschnitt hoch zum Ausgangspunkt in Angriff nehmen.

Oben angekommen, sind wir dann auch trotz der an sich kurzen Wanderung froh, dass der Restaurantbereich vor dem Hotel geöffnet ist. Nachdem der erste Durst gelöscht ist, lasse ich es mir jedoch nicht nehmen, nochmals hoch auf die Aussichtsplattform zu laufen. Was soll ich sagen? Da die Busgesellschaften längst alle woanders auf Madeira unterwegs sind, bin ich dort diesmal ganz alleine. Dafür steht die Sonne nun höher, sodass nun einige Bereiche im Tal angestrahlt werden, die zuvor noch im Schatten lagen.

Wanderung von Eira do Serrado nach Curral das Freiras

Eindrücke unserer Wanderung vom Eira do Serrado ins Nonnental bzw. dem Curral das Freiras von Madeira.
VG Wort
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