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Ponta de São Jorge

von Calhau de São Jorge zur Ponta de São Jorge 2/3

Nach einer kleinen Anhöhe verzweigt sich der Weg abermals. Auch hier geht es hoch nach São Jorge, während der Küstenweg gesperrt ist. Ein Durchgangsverbotsschild weist darauf hin. Schon von der Anhöhe aus haben wir Blick auf die alte Kaianlage. Allerdings auch auf die Felsstürze,

die Teile der Steilküste mit in die Tiefe gerissen haben. Die Insel fällt nach und nach auseinander. Da auch der Weg getroffen wurde, ist er gesperrt. Mehrere Leute, die wir vor uns auf dem alten, nur von dieser Seite zugänglichen Kai sehen, ermutigen uns zum Weitergehen.

halsbrecherischer Holzsteg bis zum Ponta de São Jorge
Weg an der Ponta de São Jorge

Meiner Mutter wird es auf dem restlichen Weg zunehmend mulmiger. Bei einer halsbrecherisch wirkenden Rampe entlang der Steilwand beschließt sie, lieber zu warten. Die Halterungen der alten Rampe sind noch gut zu erkennen. Unterhalb der neuen Wegführung wurde diese wahrscheinlich vom Meer weggerissen.

An deren Ende führte eine lange Holzleiter auf den Kai, was die Sache nicht besser machte. Das wäre selbst mir zu unheimlich gewesen. Aber die heutige Holz- und Betonkonstruktion wird uns bis zur Ponta de São Jorge bringen.

Fischerboot an der Ponta de São Jorge

Wir nehmen mit etwas wackligen Knien den waghalsigen Weg in Kauf, eh wir mit schönen Blicken entlang der Steilküste von Madeira belohnt werden. Wir treffen auch auf einen einheimischen Fischer, der beim Bootsanleger seine Angel ausgeworfen hat.

Über eine eigenwillige Hebekonstruktion kann von hier aus ein Boot ins Wasser gelassen werden. Für uns ein herrliches Motiv, für den Fischer ein praktischer Schutz für das Boot, das im wilden Meer zu leicht an den Felsen zerschellen würde.

an der wilden Ponta de São Jorge
an der wilden Ponta de São Jorge

Über schroffe Felsen gelangen wir bis direkt zur Ponta. Der Wind pfeift uns um die Ohren, weshalb wir nur kurz verweilen, eh wir auf demselben Weg nach Calhau de São Jorge zurückkehren.

Ohne damit gerechnet zu haben, bescherte uns der Abstecher zu den Ruinen ein nettes Abenteuer. Mit dem Gefühl, für heute genug erlebt zu haben, fahren wir entlang der Küste und machen uns auf die Suche nach einem netten Café.

VG Wort
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