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Expo-Gelände Lissabon

Unser letzter Morgen wird leider teuer. Natürlich haben wir die Warnungen gelesen, dass man überall dort, wo viele Menschen sind und es eng im Bus, der Straßenbahn oder Metro wird, auf Taschendieben achten muss. Nicht gerechnet haben wir damit, dass es einer in einer nahezu leeren U-Bahn versucht: als wir in der Station Alameda umsteigen, fragt uns ein junger Mann, wie viele Stationen es bis Rossio sind. Rossio?

Oh das ist die andere Richtung, denke ich und zeige ihm an der Tafel über der Tür, in welche Richtung die Bahn fährt. Sekunden später sagt Annette, dass das jetzt die Gelegenheit war, das Handy zu klauen. Stimmt. Allerdings sind wir auch ein gutes Stück selbst schuld, weil die für Handys so praktischen Außentaschen in so Situationen ja kontrolliert werden müssen.

moderne Architektur bestimmt das Bild im Centro Vasco da Gama
auf dem Expogelände
bei strömenden Regen mit der Gondel hoch über dem Tejo

Gefrustet fahren wir mit der roten Linie D weiter bis zur Station Oriente, dem Ostbahnhof, und damit zum Expo-Gelände, welches heute Park der Nationen heißt. Für das palmenartige Dach des Bahnhofs und die geschwungenen Betonpfeiler habe ich kaum einen Blick. Irgendwie kommen wir dann aber doch ein Gebäude weiter in das Centro Comercial Vasco da Gama, einer Einkaufsmeile mit einem riesigen Glasdach. Naja, beeindruckend.

Unser Ziel jedoch ist der Turm Torre Vasco da Gama, benannt nach dem Entdecker des Seewegs nach Indien. Zu allem Übel fängt es auf dem Weg dorthin an zu regnen. Besser gesagt: wie aus Kübeln zu schütten.

Der Aufstieg auf den Turm und die tolle Aussicht auf den Tejo und die Tejobrücke fällt also ins Wasser. Stattdessen retten wir uns in die nahe Teleférico, eine Seilbahn, von der sich bei gutem Wetter weite Teile des Expo-Geländes überblicken ließen.

Bei starkem Regen freilich ist nicht sehr viel zu erkennen. Zumindest aber kommen wir trocken über das alte Hafenbecken Doca de Olivais bis in die Nähe des Oceanários. Und, da außer uns niemand in der kleinen Gondel sitzt, sind wir vor weiteren Unannehmlichkeiten geschützt.

das Oceanário
Wasserspiele im Jardim das Águas
VG Wort
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