Convento do Carmo

Wer am Largo do Carmo vor dem Convento do Carmo steht, blickt auf die schöne Hauptfassade der Kirche (welche allerdings durch das Ticket- und Infohäuschen ein wenig verschandelt ist). Wie groß die frühere Klosterkirche ist, erkennt man jedoch erst von der Brücke zum Lift Santa Justa.

Denn im 14. Jahrhundert zusammen mit einem Karmeliterkloster erbaut, reicht die Ostfassade weit hinunter in die Baixa und ist zugleich in großen Teilen in den Steilhang hineingebaut.

Gotische Kirche ohne Dach - Convento do Carmo
heute dient die Kirche als Museum

Außerdem ist die gotische Kirche dachlos. Dieses nämlich fiel 1755 bei einem schweren Erdbeben in sich zusammen, sodass heute nur die Rundbögen des großen Kirchenschiffs erhalten sind.

Dennoch - oder gerade deswegen - ist die Kirche unbedingt einen Besuch wert. Da sie abends von einigen Scheinwerfern angestrahlt wird, empfiehlt sich die Besichtigung vor allem nach Einbruch der Dunkelheit.

Annette in der Convento do Carmo
Nachtstimmung in der gotischen Kirche
Nachtstimmung in der gotischen Kirche

So betreten wir kurz nach 20.30 Uhr (eine halbe Stunde vor der Schließung) das bedeutendste Zeugnis der Gotik in Lissabon. Auf unserem Weg in den hinteren Teil der Kirche laufen wir an einigen alten Brunnen, Büsten und Skulpturen vorbei.

Was nicht weiter wundert, ist hier doch das archäologische Museum der Stadt untergebracht. Doch auch der Blick nach oben lohnt, schauen wir durch das Bogengerippe doch direkt in den Nachthimmel Lissabons.

zahlreiche Figuren schmücken den Weg durch die offene Kirche
Convento do Carmo
Convento do Carmo
Neben diesem Kasten steht ein Schild, welches man nicht fotografieren darf.

Im hinteren Bereich der Kirche sind mehrere kleine Räume erhalten geblieben. Auch hier finden sich Ausstellungsstücke des Museums. Während rechts die Gewölbe weitgehend unverändert und schmucklos sind, erwartet uns auf der linken Seite ein schauriger Anblick: zwei Glaskästen mit mumifizierten Körpern. Doch Vorsicht, vor einem der Kästen ist ein Schild aufgestellt, welches nicht fotografiert werden darf.

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