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Alfama, älteste Viertel von Lissabon

Spaziergang durch die engen Gassen der Alfama

Aufgang in die Alfama.
Alfama
enge Gassen bestimmen das Stadtbild in der Alfama

Wie das Viertel zwischen Unterstadt und Burg, so ist auch die Alfama auf der anderen Seite des Kastells sehr verwinkelt. Allerdings mit dem Unterschied, dass man nicht automatisch irgendwie auf den richtigen Weg kommt, sondern wir uns erstmal in einer Sackgasse mit Baustelle verlaufen.

Als kleines Trostpflaster bekommen wir dadurch einen Blick hinter die aufwendig restaurierten Fassaden der Stadt. Was bedeutet, dass wir an einem schäbigen Hinterhof, an einbruchgefährdeten Häusern, vor allem aber an jede Menge Schutt und Müll vorbeilaufen.

Blick hinter die Kulissen
aus dem Ortsbild fast nicht wegzudenken sind die gekachelten Wände

Erst auf Umwegen und eine der vielen Treppen gelangen wir in die typischen engen Gassen der Alfama. Im Schutz der Burg errichtet, ist sie das älteste Viertel Lissabons. Hier ist unter anderem das Pereira da Alfama, eines der interessantesten Restaurants der Stadt, zu finden. Da es früh am Tag ist, schauen wir uns aber lieber die Patios an:

große Höfe, die wie kleine Dörfer innerhalb der Stadt wirken und in denen Kinder vom Verkehr ungestört einem Ball nachrennen können. Auch kommen wir an ein paar alten Fassaden vorbei, deren bunte Kachelkunst dem Zahn der Zeit wie der schmucklosen Modernisierung widerstanden hat.

die Straßenbahnen sind sicherlich das schönste Mittel, um sich in Lissabon fortzubewegen
kleiner Laden in der Alfama
in einem Supermarkt von Alfama

Nachdem wir irgendwie zum Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia gefunden haben, eröffnet sich uns hinter der Kirche Santa-Luzia ein Labyrinth an Treppen. Eng schmiegen sich die Häuser an den steilen Abhang. Viele von ihnen sind bereits restauriert, andere werden bald folgen, wie ein Baugerüst verrät.
Über den Beco da Corvinha steigen wir in die Alfama hinab und kommen über die nächste Treppe, die Escadinhas de Sao Miguel, zu der gleichnamigen Kirche.
Was ich in Lissabon ein wenig vermisse, sind die großen, für den Mittelmeerraum typischen Märkte. Stattdessen gibt es in der Alfama viele kleine liebevoll eingerichtet Läden, wo neben allen wichtigen Lebensmitteln und Sachen des Hausgebrauchs auch der neueste Klatsch zum Angebot gehört.

VG Wort
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