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Torna iela, die laute Straße von Riga

rund um die Jakobskasernen

das Schwedentor auf der Seite der Troksnu iela
das Schwedentor in Riga

Richtig schöne und ruhige Gassen Rigas finden sich in Riga rund um die Torna iela. Der Weg dorthin führt durch die recht schmale Gasse der Troksnu iela, der »lauten Straße«. Ihr Name geht aus das 13. Jahrhundert zurück, als die Händler hier ihre Läden hatten und lauthals ihre Ware feilboten.

Ab dem 19. Jahrhundert änderte sich das Gewerbe und das Warenangebot. Anstelle der Händler bezogen Prostituierte die Einraumwohnungen entlang der Straße. Es heißt, damals brauchte Man(n) in der Troksnu iela nur in die Hände klatschen und schon lugten die Frauen aus den Fenstern um zwinkernd ihre Liebesdienste anzubieten.

die Troksnu iela - ehemaliges Rotlichtviertel von Riga
Kanone in der Troksnu iela
Stadtmauer mitsamt dem Rahmerturm von Riga

Durchs Schwedentor zum Rahmerturm und den Jakobskasernen

Heute geht es in der Gasse ruhig zu und begegnen wir nur wenigen anderen Fußgängern. Dafür aber lädt in der Gasse ein kleines Café, das Ligitas gardumi, zum Verweilen ein. Gerne nehmen wir dies an und gönnen uns im hübschen Wintergarten des Cafés einen Latte macchiato und leckeren Kuchen. Dann aber geht es durch das Schwedentor, das einzig erhaltene Stadttor aus dem Jahr 1698, zur Torna iela.

Hier steht noch ein Überbleibsel der Stadtmauer mitsamt dem Rahmerturm. Der Abschnitt der alten Befestigung wurde in den 1970er Jahren auf den original erhaltenen Fundamenten wieder aufgebaut. Gegenüber befinden sich die Jakobskasernen, die im 18. Jahrhundert vor der Stadtmauer errichtet wurde. Nach der Restaurierung der Kasernengebäude erstrahlen diese in schönem gelb und sind lettische Spezialitätenrestaurants und Souvenirläden eingezogen.

die Jakobskasernen Riga
die Jakobskasernen in der Torna iela von Riga

Auffallend bei der Torna iela ist der markante Rigaer Pulverturm am Beginn der Straße. Auch er gehört zu den Überresten der Stadtbefestigung von Riga. In seiner heutige Form wurde er im Jahr 1650 errichtet. Warum er den Namen Pulverturm erhielt, ist ungewiss. Naheliegend ist, dass der Turm in der Vergangenheit als Lager für Schießpulver diente.

Doch auch der Pulvergeruch, der vom Abfeuern der Kanonen herrührte, kann ihm den Namen gegeben haben. Sicher jedoch ist, dass die Mauern schon in früheren Jahrhunderten zwei Meter dick waren, sodass sie auch starkem Beschuss standhielten. So konnte darin 1919 ein Museum eingerichtet werden, das sich mit den Jahren zum lettischen Kriegsmuseum gemausert hat.

lettisches Spezialitätenrestaurant
Pulverturm von Riga
VG Wort