Kipsala

romantische Holzhäuser jenseits der Düna

der Uferweg von Kipsala
romantische Holzhäuser bei Kipsala in Riga

Neben den prächtigen Jugendstilbauten im Zentrum gehören Holzhäuser zur typischen Bauweise Rigas. Schon bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel sind uns einige der Holzvillen aufgefallen, die entlang der Hauptverbindungsstraßen einen eher schäbigen Charme verbreiten.

Anders sieht es auf der Insel Kipsala aus. Hier laden hübsche Holzhäuser zu einem romantischen Spaziergang entlang der Düna ein. Zu erreichen ist die Insel von der Altstadt aus über die Vanšu-Brücke.

romantische Holzhäuser bei Kipsala in Riga
romantische Holzhäuser bei Kipsala in Riga

Während von der Vanšu-Brücke aus noch moderne Bankentürme das Westufer der Düna prägen und der nicht endende Verkehrslärm die Ohren quält, wird es ruhiger, sobald man die Brücke in Richtung Insel verlässt. Eine größere, sandige Bucht unterhalb der Brücke wird als Strand sowie hin und wieder auch als Festplatz genutzt.

Von dort führen uns Fußwege zur Balasta dambis, einer unebenen Kopfsteinpflasterstraße. An ihr reihen sich die für Lettland so typischen Holzhäuser aneinander. Über den Fluss hingegen öffnet sich uns ein weites Panorama auf die Altstadt Rigas.

romantische Holzhäuser bei Kipsala in Riga
romantische Holzhäuser bei Kipsala in Riga

Schon auf den ersten Metern wird deutlich, dass hier die Oberschicht Rigas wohnt. Die meisten der alten Häuser sind inzwischen liebevoll restauriert und von eleganten Anwesen umgeben. Während die einen durch hohes Gebüsch und Zäune recht abgeschottet wirken,

bieten uns andere Grundstücke eine gute Einsicht. Die Holzwände sind in verschiedenen Farben gestrichen, dazu die weißen Fensterläden: die Leute geben sich Mühe mit ihren Häusern und zeigen dies auch gerne.

Uferweg bei Kipsala
alte Industrie bei Kipsala

Etwas versteckt und hinter der ersten Häuserreihe gelegen, befindet sich die Gedenkstätte für Zanis Lipke. Während des Zweiten Weltkriegs versteckte Lipke als Lagerarbeiter der deutschen Besatzer jüdische Arbeiter aus dem Getto in einem drei mal drei Meter großen Bunker in seinem Garten. Als der Bunker aus seinen Nähten zu platzen drohte,

organisierte Lipke Transporte in nahe Nachbargemeinden und rettete damit fast 50 Menschen vor dem sicheren Tod. Heute ist seine von außen kaum einzusehende Gedenkstätte in düsteren Farben gestaltet. Auf einen Besuch müssen wir leider verzichten, da wir bei unserer Ankunft vor verschlossenen Türen stehen und auch keinen Hinweis auf die Öffnungszeiten finden.

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