Anzeige

Patuxay Monument

beim Triumphbogen von Vientiane

das Patuxay Monument in Vientiane mit fliegender Asiatin

Eine Stunde Hinfahrt zum Buddhapark bedeutet, dass wir genauso lange für die Rückfahrt ins Zentrum von Vientiane brauchen. Lee kann tatsächlich im Tuktuk pennen, während wir auf der schmalen Asiaten-Sitzbank hin und her rutschen. Es ist nicht so, dass die Sitze so glatt wären. Aber mit der Zeit beginnen doch Rücken und Hintern zu schmerzen. Aber wie hieß es so schön bei unserer Segeltour im der Karibik?

»Segeln ist die teuerste Art, unbequem zu reisen.« Kleine Tuctuc-Busse befinden sich am anderen Ende der Preisskala. In Sachen Unbequemlichkeit aber steht diese Art zu reisen dem Segeln in nichts nach. Etwas schläfrig kommen wir wieder in Vientiane an und sind froh, dass Lee uns zum Mittagessen in ein schönes Restaurant mit gemütlichen Stühlen bringt.

verzierter Bogen des Patuxay Monument in Vientiane
Läden im Patuxay Monument von Vientiane

Anschließend geht es zum Patuxay Monument, dem Siegestor bzw. dem asiatischen Pendant zum Pariser Arc de Triomphe. Wie bei Triumphbogen üblich, steht auch dieser inmitten eines Kreisverkehrs. Das in den 1960er Jahren errichtete Bauwerk sollte an die Soldaten erinnern, die in den früheren Kriegen gefallen sind und denen Laos' Unabhängigkeit von Frankreich zu verdanken ist.

Nach der Machtübernahme der Pathet Lao wurde das Gebäude namenlos. Es wurde schlicht Anousavali (Denkmal) genannt, wie es heute noch viele Laoten tun. 1995 wurde der Triumphbogen schließlich den »Helden des 23. August 1975«, dem Tag der Machtübernahme in Vientiane, gewidmet.

Aussicht vom Patuxay Monument über Vientiane
Treppenhaus im Patuxay Monument von Vientiane

Während ein Aushang am Südtor das Gebäude als »Betonmonstrum« bezeichnet, wird es von vielen Laoten »vertikale Rollbahn« genannt. So wurde für den Bau angeblich Zement verwendet, den die Laoten von den USA im Vietnamkrieg für den Ausbau des Flughafens bekommen hatten. Monstrum ist wohl ein übertriebener Ausdruck für den mit Zuckerbäckertürmchen und Skulpturen aus der indischen Mythologie geschmückten Bau.

In den großen Hallen im Innern werden die gewaltigen Ausmaße des Bauwerks deutlich. Wer will, kann hier an etlichen Ständen aus einer Vielzahl an laotischen Souvenirs wählen, was immer ihm gefällt. Zumindest der Tourist, der sich getraut, die schlafende Verkäuferin zu wecken.

Aussicht vom Patuxay Monument über Vientiane
Gong des Weltfriedens in Vientiane

Die oberen Aussichtsplattformen bieten eine herrliche Aussicht über Vientiane und über den schönen Patuxay Park mit seinen Springbrunnen. Zum Abschluss unseres Ausflugs schlendern wir noch durch diesen hindurch bis zum Gong des Weltfriedens. Auf diesem sind die Flaggen aller Länder und Symbole sämtlicher Religionen vereint.

Mit diesen letzten schönen Eindrücken können wir uns zufrieden auf den Rückweg zur Altstadt machen und uns von Lee und unserem Fahrer verabschieden. Wir hatten einen schönen Tag und es bleibt uns allen noch genügend Zeit, um uns auf den bevorstehenden Silvester-Abend einzustellen.

VG Wort
Anzeige