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Trekking

durch den Urwald zum Tad Se-Wasserfall

Anne bei den Kräutern von Laos
Blick über die Wälder von Laos

Nach dem Elefantenbad haben wir uns das deftige Frühstück im Resort verdient. Zudem steht ein Trekking durch die Berge an. Somit trennt sich auch unser Weg mit dem der restlichen Gruppe. Es ist wie so oft, dass wir Freudenthals mal wieder die einzigen sind,

die eine Trekkingtour mitnehmen, während die anderen zurück in die Stadt fahren. Aber die Sonne scheint und da bietet sich ein Trip in die Natur doch an.

Trekking durch den Wald von Laos
Elefant mit schlafendem Mahout
Blume beim Trekking durch Laos

Joy, unser Guide begleitet uns und wir starten auf bekannten Wegen. Nach einem Abstecher zum Babyelefanten Maxi geht es bergauf in die Wälder. Joy zeigt uns Pflanzen, welche als Medizin genutzt werden, oder einfach nur auf dem laotischen Speiseplan stehen. Und das sind ganz schön viele. Wer sich auskennt, kann in den Wälder gut überleben, weil hier überall irgendein essbares Kraut wächst.

Überaus begeistert ist Joy schließlich, als er einen Maulwurfshügel findet. Diese Tiere sind für ihn die absolute Delikatesse. Wir sind heilfroh, dass er ihn nicht gleich ausbuddelt und ad-hoc ein Barbecue startet. Dafür findet er kurz drauf eine Blüte, die er anknabbert.

Feld beim Trekking in Laos
Anne und Lars beim Elefantenbad des Houay Se

Nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir eine Aussichtsplattform. Über den Wald können wir bis zum Nam Khan schauen. Zeit für eine kurze Pause. Hatten wir gestern noch gefröstelt, so kommen wir heute ganz schön ins Schwitzen. Über Felder geht es weiter, wieder in den Wald.

Unterwegs kommen uns Elefanten entgegen. Die Mahouts der ersten beiden liegen in ihren Reitbänken und schlafen tief und fest. Mit etwas Verzögerung kommt der dritte Elefant. Sein Mahout jault ein Klagelied durch den Wald, weil sein Sohn die falsche Frau gewählt hat. Armer Elefant mit seinen großen Ohren.

Lars beim Mittagessen während dem Trekking in Laos
Reis mit Hühnchen in Bananenblatt

Kurz vor Mittag gelangen wir an den Houay Se an das obere Becken des Tad Se-Wasserfalls. Dieses dient auch als Elefantenbad, was wir ja ganz witzig finden. Unten bei den Badebecken erzählt Dir keiner, dass weiter oben die Elefanten baden und ab und an auch mal was ins Wasser fallen lassen. Läääcker!!! Neben dem Elefantenbad ist hier auch ein uriger Rastplatz mit Tischen und Bänken. Die Waldarbeiter kochen gerade eine Suppe und fragen Joy, ob wir auch probieren wollen.

Ja, warum nicht? Ist ja gekocht! Sie ist ganz grün, da sie nur Kraut und irgendwelche Beeren enthält, und etwas kerbellastig. Irgendwie fehlt ein Schuss »Maggi«, was es sonst überall in Asien gibt. Doch man kann sie essen. Trotzdem sind wir froh, dass Joy auch noch Gemüsereis mit Huhn, umweltfreundlich in Bananenblatt verpackt, mitgenommen hat. Die Waldarbeiter übrigens auch, da sie mit Freuden unsere Reste essen.

Trekking entlang des Houay Se in Laos
Trekking entlang des Houay Se in Laos
Trekking entlang des Houay Se in Laos

Nach der Mittagspause wird der Weg zusehends unbequemer. Hatten wir bis zum Rastplatz von Elefanten ausgetretene Forstwege, so folgen wir jetzt einem schmalen Pfad entlang des Houay Se. Teilweise kraxeln wir einige steile Stufen oder Holzleitern nach unten und queren den Bach über Naturholzbrücken. Zwischendurch kommen wir an ein kleines Waldrestaurant für romantische Luxusausflüge in den Dschungel.

Immer wieder erreichen wir Sinterterrassen, die einiges schöner sind, als die bei der unteren Badestation. Und überall ist es menschenleer. In solchen Momenten freut es uns immer, dass die meisten Touristen viel zu bequem für solche Touren sind. Gönnen würden wir diese Ausblicke aber jedem.

Sinterterrassen am Houay Se in Laos

Hier im Wald gibt es noch große Bestände an Teakbäumen. Das Naturschutzgebiet verhindert das Fällen und Vermarkten. So etwas funktioniert aber auch nur, so lange es andere Einnahmequellen, wie die Touristen gibt. Zum Glücke erlebt Laos gerade einen Natur orientierten, touristischen Aufschwung.

Das erhöht die Chancen, dass der Wald noch eine Weile bestehen bleibt. So zeigt uns Joy einige Lianen, die von einem Teakbaum zum nächsten wachsen und natürlich wieder einige Pflanzen, die man essen kann. Für Veganer ist die Gegend ein Traum.

Terrasse beim Tad Se in Laos
Bootsanleger am Nam Khan in Laos

Bald hören wir Stimmen und erreichen die Holzstege, die wir vom Vortag kennen. Unser Ziel, der Tad Se, ist erreicht und wir hätten eigentlich noch Zeit zum Schwimmen. Da heute die Sonne scheint, wagen wir uns tatsächlich ins Wasser, belassen es dann jedoch dabei, hindurch zu waten.

Auch trotz der heute gut besuchten Sonnenterrasse hüpfen nur wenige ins kühle Nass. Einer davon eher unfreiwillig. Beim »Fotoshooting« macht ein Thai einen Rückwärtsschritt zu viel und stürzt zwischen Holzterrasse und Mauer in die Wasserrinne. Klatschnass, aber unversehrt klettert er etwas verstört wieder auf die Terrasse.

auf dem Nam Khan in Laos
auf dem Nam Khan in Laos

Noch schmunzelnd machen wir uns auf den Rückweg zum Anlegesteg, wo ein Boot auf uns wartet. Jetzt geht es wieder zurück nach Luang Prabang.

Die Sonne scheint und wir haben noch genug Zeit für eine Stadtbesichtigung. Die zwei Tage im Dschungel waren toll. Die Entscheidung »lieber Natur anstatt Mönchen« war für uns genau die richtige.

Video zur Trekking-Tour zum Tad Sae Wasserfall

Eindrücke unserer Trekking-Tour vom Nam Khan River durch den Wald zum oberen Becken des Tad Sae. Weiter entlang des Fluss bis zu den Sinterterrassen. Rückkehr zum Elefanten-Dorf mit dem Boot.
VG Wort
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