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Feierabend

wir bringen die Elefanten in den Dschungel

Elefant beim Futtern der Bambushecke
Anne bringt den Elefanten in den Wald

Ab dem Mittag haben die Elefanten frei. Während die Bänke von ihren Rücken genommen werden, haben auch wir Pause. Während ihre Mahouts im Arzthaus zum Mittagessen im Kreis sitzen, können wir die Elefanten mit »kleinen Snacks«, also Bananen, füttern.

Die weniger ungestümen Dickhäuter dürfen sogar frei auf dem Grundstück herumlaufen und selbst auf Futtersuche gehen. Sie mögen Süßgräser. Aber warum die Wiese abgrasen, wenn am Rand vom Grundstück riesiges Gras in Form von Bambus steht? So nimmt eines der Tiere genüsslich die nächstgelegene Hecke auseinander.

Anne bringt den Elefanten in den Wald
Elefanten im Dschungel von Laos

Um halb drei ist dann richtig Feierabend und dürfen die Tiere in den Wald. Jeder von unserer Gruppe bekommt einen Elefanten zugewiesen und darf auf den Nacken klettern. Beim Mahout-Training sind wir nur auf der Ebene geritten. Jetzt aber geht es bergab zum Fluss Nam Khan, wobei unsere Elefanten ständig ihre Ohren nach vorne klappen, hinter denen wir uns mit den Knien festzuklammern versuchen.

Bei jedem Schritt bewegt sich die Nackenhaut hin und her, was die Reiterei zusätzlich erschwert. Glauben wir den Mahouts, ist bisher jedoch noch kein Tourist vom Elefanten gepurzelt. So stützen wir uns auf dem mit harten Haarstoppeln bewachsenen Kopf ab und verhindern so, nach vorne überzukippen. Den Elefanten gefällt das, da sie so eine für sie angenehme Kopfmassage bekommen.

Anne bringt den Elefant in den Wald
Anne bringt den Elefant in den Wald
Elefant im Dschungel von Laos

Genau wie der Mekong hat auch der Nam Khan braun-trübes Niedrigwasser. Bei höherem Wasserstand schwimmen die Elefanten durch den Fluss. Jetzt können sie bequem durch das Wasser waten. Trotzdem bekommen wir nasse Füße. Egal, so langsam haben wir uns an den gemütlichen Elefantentrab gewöhnt und fühlt es sich immer schöner an,

mit jedem Schritt auf dem Nacken hin und her zu wiegen. Auf der anderen Seite des Flusses geht es in den Wald. Diesmal bergauf, was einiges einfacher ist. Fröhlich posaunen die Elefanten vor sich hin. Andere, die schon im Wald sind, geben Antwort.

Maxi der Babyelefant im Village von Luang Prabang
Maxi der Babyelefant im Village von Luang Prabang

Dann heißt es für heute Abschied nehmen. Wir klettern hinunter, was nun ebenfalls schon deutlich besser klappt, und lassen die Tiere zurück. Jetzt können sie sich durch den Wald fressen, sich mit Staub und Erde beschmeißen und Hautpflege betreiben. Wir indes holen den Besuch beim Babyelefanten Maxi nach, der in der Kinderstation ganz in der Nähe auf uns wartet. Maxi ist angekettet und wir müssen auf die Länge der Kette achten. Der Kleine ist inzwischen fast drei Jahre alt und rennt fröhlich auf jeden zu, der in seine Nähe kommt.

Dabei ist er ganz schön ungestüm. Er würde uns einfach vor Freude umrennen. Wir beobachten lieber aus der Ferne, wie er abwechselnd vor sich hin tanzt oder sich mit Grünfutter beschmeißt. Ein Stück weiter steht ein älteres Elefantenmädchen. Es versucht, auf einen Baumstamm zu klettern, um sich die Hinterbeine zu kratzen. Hyperaktivität ist also auch bei Elefantenkindern verbreitet – wunderbar!

Maxi der Babyelefant im Village von Luang Prabang
Elefantenmädchen im Village von Luang Prabang
Rutschpartie im Dschungel von Laos

Als unerwartet lustig stellt sich der Rückweg zum Fluss heraus. Durch den morgendlichen Monsunregen ist der Waldpfad völlig vermatscht und glitschig. Da die Elefanten mit vier Beinen auftreten, ist das für sie kein Problem. Touristen in Flip Flops hingegen geben ein herrliches Bild ab.

Zum Glück zählen wir mit unseren Trekkingsandalen zu den amüsierten Beobachtern. So erreicht unsere Gruppe lachend und zur Hälfte verdreckt das Boot, welches uns zu unserem Nachmittagsprogramm beim Tad Sae-Wasserfall bringt.

Video zum Elefanten-Dorf bei Luang Prabang

Eindrücke vom Elefanten-Dorf bei Luang Prabang in Laos. Besuch beim Baby-Elefanten Maxi. Rutschiger Rückweg zum Fluss.
VG Wort
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