Anzeige

Kaffeebauern von Laos

Trekking auf dem Bolavan-Plateau 1/4

Mit unzähligen Wegen und Pfaden ist das Bolaven-Plateau wie geschaffen für Spaziergänge und Wanderungen. Woran es mangelt, sind Wegweiser. Lediglich von der Hauptstraße sind die Zufahrten zu den Wasserfällen angeschrieben. Sobald man sich aber abseits der staubigen Pisten bewegt, mangelt es an Schildern.

Da sich die weitläufige Landschaft auf weiten Strecken kaum ändert, findet man, abgesehen von den Flüssen und der Hauptstraße, außerdem kaum Orientierungspunkte. Bei kurzen Wegen können wir uns noch anhand der aus den Kaffeeplantagen herausragenden Mobilfunkmasten einigermaßen zurechtfinden. Für mehr aber taugen auch sie nicht.

über dem Vang Ngau River auf dem Bolaven-Plateau
Aufstieg zum Dorf der Kaffeebauern in Laos
Blüten auf dem Bolaven-Plateau

Diese Schwierigkeiten sind den Laoten bekannt. So bietet das Baan E-Tu Waterfall Resort geführte Trekkingtouren über das Bolaven-Plateau an. Wen man als Guide bekommt, entscheidet ein bisschen der Zufall.

So stellt sich bei unserer Halbtagestour ein Junge vom Personal bereitwillig zur Verfügung. Keine Frage, das ist ihm allemal lieber als Zimmer zu putzen.

bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau
Rinder auf dem Bolaven-Plateau

Kurz nach dem Frühstück brechen wir direkt beim Resort auf. Bevor es los geht, drückt mir der Guide noch geschwind einen Wanderstock in die Hand. Auch wenn dieser viel zu kurz ist,

lässt er doch erkennen, dass sich die Leute vom Resort um ihre Gäste kümmern. Lars hingegen bekommt keinen Stock. Aber der hat mit seiner Kamera auch so genug zu schleppen.

bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau
bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau

Oberhalb vom Baan E-Tu Waterfall überqueren wir den Vang Ngau River. Als Übergangshilfe dient ein umgestürzter Baum. Klingt erst einmal wacklig, ist aber eine gute Lösung.

Denn der Stamm ist breit genug und sogar mit einem Geländer abgesichert, damit bloß keiner in den Fluss stürzt. Sich schon so kurz nach Start nasse Füße zu holen, wäre auch echt blöd.

beim Trekking auf dem Bolaven-Plateau
bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau

Auf der gegenüberliegenden Seite führt ein steiler Pfad durch grünes Dickicht. Hier sind wir bereits froh, unsere richtigen Wanderschuhe angezogen zu haben.

Am oberen Rand der Böschungskante führt uns dieser durch eine Kaffeeplantagen zu einem der namenlosen Dörfer auf der Hochebene. Auch hier liegen überall Kaffeebohnen zum Trocknen in der Sonne.

bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau
hier wird der Kaffee getrocknet - Laos

Leider spricht unser Guide nur ein paar wenige Brocken Englisch, was die Verständigung schwierig gestaltet. Welches laotische Volk hier Kaffee anbaut, kann er uns nicht sagen.

Zahlenmäßig in dieser Region am stärksten vertreten sind die Laven, von denen sich der Name der Hochebene ableitet. So bedeutet bo laven »Ort der Laven«.

bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau
einer der wenigen Arabica-Büschen auf dem Bolaven-Plateau
Ananas auf dem Bolaven-Plateau in Laos

Zumindest aber kann uns der Junge den Unterschied zwischen den Kaffeesorten Arabica und Robusta zeigen. So wachsen die Robusta-Büsche deutlich höher

und tragen mehr Früchte als die niedrigeren Arabica-Büsche. Es ist wohl eine Laune der Natur, der anspruchsvolleren Kaffeesorte die bessere Qualität zuzuschreiben.

VG Wort
Anzeige