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Hochebene

Trekking auf dem Bolavan-Plateau 2/4

Nachdem wir einige locker bebaute Grundstücke passiert haben, mündet der Weg in einen breiteren Fahrweg. Hier stehen die Häuser enger beieinander und bilden so etwas wie einen Ortskern. Auch ein spartanisch eingerichtetes Geschäft, in dem überwiegend Gemüse und Getränke angeboten werden, ist vorhanden.

Wir biegen erst rechts, dann gleich wieder links ab, sodass wir um wenige Meter versetzt wieder in die alte Richtung laufen. Sowie wir den kleinen Ortskern wieder verlassen, biegen wir erneut rechts ab. Auf dem nächsten kurzen Stück beschreibt der Pfad eine weite Linkskurve, die uns an den letzten Häusern vorbei in den Wald führt.

Anne noch bei den Kaffeebauern auf dem Bolaven-Plateau

Auf diesem Abschnitt geht es ab dem Dorf zunächst bis auf etwa 930 Meter über dem Meer bergab. Nachdem wir eine unscheinbare Mulde durchquert haben, geht es dafür umso steiler wieder nach oben. Spätestens hier, auf dem auch bei Trockenheit rutschigem Untergrund,

zahlt es sich aus, griffiges Schuhwerk gewählt zu haben. Sogar mein winziger Wanderstock kommt ein paarmal zum Einsatz. So haben wir bald die 1000-Meter-Höhenlinie erreicht. Zeit für eine erste Verschnaufpause.

Kiefern auf dem abgeflachten Gipfelbereich des Bolaven-Plateaus
Kiefern auf dem abgeflachten Gipfelbereich des Bolaven-Plateaus
Kiefern auf dem abgeflachten Gipfelbereich des Bolaven-Plateaus

Anschließend verlassen wir den lichten Wald und kommen auf den abgeflachten Gipfelbereich des Plateaus. Auch wenn die Höhenlage ideal für den Anbau von Arbica wäre, fehlen hier die Plantagen. Zu karg ist der steinige Boden.

Dafür bilden die hier offen liegenden Felsen reichlich tolle Motive. Wo immer genug Bodenkrume vorhanden ist, wachsen knorrige Kiefern in den Himmel. Sie helfen uns zugleich bei der Orientierung. Denn auf dem felsigen Untergrund verlieren sich die Pfade.

Kiefern auf dem abgeflachten Gipfelbereich des Bolaven-Plateaus
Kiefern auf dem abgeflachten Gipfelbereich des Bolaven-Plateaus

Ob unser Guide den kürzesten oder bequemsten Weg wählt oder einfach quer über den abgeflachten Gipfel läuft, ist ungewiss. Umso deutlicher wird, warum wir noch im Wald unsere Pause eingelegt hatten.

Denn auch wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erst in zwei bis drei Stunden erreicht, wirken die Felsen schon jetzt wie ein Brutofen. So sind wir nach diesen schönen Eindrücken doch froh, als wir am Ostrand der offenen Fläche wieder in den Wald eintauchen.

Farn auf dem Bolaven-Plateau in Laos
auf dem Bolaven-Plateau in Laos

Nach einer weiteren Passage mit rund zehn Prozent Gefälle führt uns der Weg über eine Kuppe wieder hinunter an den Vang Ngau River. Nur ein kurzes Stück flussaufwärts befindet sich der Tat Cham Pee Waterfall. Was fehlt, ist ein Weg.

So also nutzen wir die Hängebrücke über den Fluss und folgen dem Fahrweg 300 Meter flussabwärts, um dann links in Richtung der Hauptstraße abzubiegen. Nochmals gut 600 Meter erreichen wir schließlich wieder die ersten Häuser.

Hängebrücke über den Vang Ngau River
auf der Hängebrücke über den Vang Ngau River

Hier haben wir die Wahl. Schöner wäre es, bei den Häusern links abzubiegen, den nächsten Weg bis zu dessen Ende zu laufen und dann den Schildern zum Tat Cham Pee Waterfall zu folgen. Als wir die Trekking-Tour gebucht hatten,

hieß es auch, dass wir beide Wasserfälle sehen würden. Da wir uns nicht auskennen, müssen wir jedoch unserem Guide folgen. Und der schlägt den Weg zur Hauptstraße ein, womit er direkt Kurs auf den Tad Fane Wasserfall nimmt.

VG Wort
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