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Bassin vom Bras Cabot

Wanderung zur Takamaka-Schlucht 1/3

Wanderschild beim Foret de Bérbour
Calla im Foret de Bérbour

Am Morgen nach unserer Wanderung zum Vulkanausbruch sind wir schon wieder früh auf den Beinen. Gleich nach dem Frühstück verlassen wir die Gîte du Volcan und den Piton de la Fournaise. Unser Ziel ist der Cirque de Cilaos. Angesichts des tollen Wetters und der einzigartigen Landschaft auf den Hochebenen von La Réunion, den Les Hautes Plaines, beschließen wir, zuvor noch durch den Regenwald zu wandern.

Damit biegen wir am unteren Ende der Route du Volcan rechts nach La Plaine des Palmistes ab und fahren von dort zum Foret de Bérbour. Würden wir der kurvigen Straße bis ans Ende folgen, kämen wir bei der Gîte de Bélouve an. Aber dort waren wir ja schon. Es ist Sonntag und auf dem Weg zu unserem Wanderparkplatz passieren wir einige Picknickplätze. Auch wenn es noch früh am Vormittag ist, füllen sich diese bereits mit den ersten Ausflüglern.

Anne im Foret de Bérbour
Baumfarn im Foret de Bérbour
Matschwege im Foret de Bérbour

Am Parkplatz angekommen, schlagen wir leider zunächst den falschen Weg auf der linken Seite ein. Dieser führt auf einer kurzen Runde durch Wald und ist als botanischer Lehrpfad eingerichtet. Wir aber wollen in die Schlucht von Takamaka blicken. Also zurück zum Parkplatz, dort noch einmal etwas genauer umgeschaut und dann rechts neben dem alten Schild hinein in einen Märchenwald. Von Weitem leuchten uns schon die vielen Callas entgegen,

die auf dem sumpfigen Gelände reiche Bestände bilden. Dementsprechend ist auch der Zustand vom Weg. Hier und da helfen uns alte Holzbohlen über die schlimmsten Matschlöcher. Aber alles halb so wild. Denn nachdem wir gelesen haben, dass der Weg (derzeit) nicht gepflegt wird, haben wir uns auf Schlimmeres eingestellt und vorsichtshalber unsere Wanderstöcke mitgenommen.

im Foret de Bérbour
im Foret de Bérbour

Bestens gerüstet, geht es damit durch die dichte Botanik mit Baumfarnen, Goyavier-Büschen und Tamarinden. Bald erreichen wir einen Abzweig zum Bassin des Hirondelles. Wir beschließen erst dorthin zu gehen, auch wenn der Pfad einiges unwegsamer aussieht. Es geht immer bergab, wobei wir so manch tiefe Stufe mit einer halben Kletterei überwinden müssen.

Doch die Mühe lohnt sich! Einzig die letzte Stufe scheint mir unüberwindbar. Eh ich mich versehe, ist Lars schon unten und gibt mir zu verstehen, dass ich da unbedingt auch runter muss. Mit seiner Hilfe klappt es. Im nächsten Augenblick bin ich sprachlos.

im Foret de Bérbour
beim Bassin vom Bras Cabot
beim Bassin vom Bras Cabot

Wie eine traumhafte Lagune liegt das Bassin vom Bras Cabot mitten im Wald vor uns. Im glasklaren Wasser schwimmen Fische, während Schwalben in eine Felsgrotte fliegen und dort ihre Brut füttern. Zusammen mit den Gräsern im seichten Wasser, den umliegenden Wäldern und dem blauen Himmel darüber eröffnet sich uns eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch, beinahe schon kitschig. Am Rand des Bassins zieren runde Felsen den Wasserlauf.

Sie sind der perfekte Platz für eine Pause. Kurz nach uns trifft ein französisches Paar ein. Sie haben auf dem Weg Goyavier-Früchte gesammelt, die sie nun mit uns teilen. Gesehen hatten wir die roten, kirschgroßen Früchte auch. Allerdings tun wir uns ein bisschen schwer damit, unbekanntes Zeugs einfach so in den Mund zu stecken. Jetzt wissen wir, dass wir bei diesen leckeren Früchten ruhig zulangen können.

beim Bassin vom Bras Cabot
beim Bassin des Hirondelles
VG Wort
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