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noch mehr Bras Rouge

Wanderung Le Bras Rouge 2/4

Tec Tec oder Rèunionschwarzkehlchen
steiler Weg in der Sonne nach oben
Frosch beim Flusstal des Bras Rouge

Es muss einem bewusst sein, dass man sich oberhalb der Abbruchkante zum Wasserfall befindet. Sanft abgerundete Steinplatten laden zum Übermut ein. Aber Vorsicht ist geboten und herum klettern kann sehr schnell gefährlich werden, besonders wenn es nass und glitschig ist. Tatsächlich ist die Oberfläche der Felsen selbst im trockenem Zustand alles andere als griffig. Das Bachbett mit seinen riesigen Flusssteinen liegt zum großen Teil trocken.

Trotzdem fließt auf einer Seite der Bach, der an dieser Stelle nicht mit trockenen Füßen zu überqueren ist. Also Schuhe ausziehen und durch das angenehm kühle Bergwasser waten. Wer dies nicht möchte, findet weiter flussaufwärts einen Bereich, bei dem größere Felsen eine Überquerung ermöglichen. Hierfür braucht es dann allerdings Geschick und Kraft, um auf der anderen Seite wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

entlang dem Tal des Bras Rouge
Blick in das Tal des Bras Rouge und den Piton des Neiges

Der tiefste Punkt der Wanderung ist erreicht. Das heißt: auf dem nächsten Abschnitt geht es wieder ein ganzes Stück bergauf. Ein alter Wegweise zeigt uns, dass der Col du Taibit in vier Stunden zu erreichen ist. Das wäre der Pass zum Cirque de Mafate, nach Marla. Soweit wollen wir gar nicht.

Trotzdem geht es auch für uns teils auf Stufen, teils über Serpentinen nach oben. Da dieser Bereich sonnenexponiert ist, treibt uns der Aufstieg bald Schweißperlen auf die Stirn. Ein weibliches Rèunionschwarzkehlchen sorgt für Ablenkung, indem es zum Greifen nah immer wieder bei uns landet und beobachtet, wie wir es beobachten.

noch ein Gebirgsbach, der zum Bras Rouge führt
Wanderweg zum Bras Rouge

Nach gut 200 Höhenmetern flacht der Pfad ab und wird damit bequemer zu wandern. Entlang dem Steilhang laufen wir erst im Freien, dann durch einen schattigen Filaowald. Drehen wir uns um, sehen wir stattdessen auf das Tal des Bras Rouge und darüber den majestätischen Piton des Neiges. Der Boden wird feuchter und wir entdecken Frösche im Hang.

Grund ist ein weiterer Gebirgsbach, der wenige Schritte vom Weg entfernt einen malerischen Wasserfall bildet, eh er weiter talwärts rauscht. Für uns – wie auch für mehrere weitere Wanderer – ist dieser idyllische Platz wie geschafften für eine schattige Picknickpause.

beim nächsten Wasserfall des Bras Rouge
beim nächsten Wasserfall des Bras Rouge

Gut 300 Meter nach dem Wasserfall gabelt sich der Weg. Den Weg zum Col du Taibit und hoch zu einer nahen Bushaltestelle lassen wir dort links liegen und folgen nun dem GRR1 Richtung le Bloc. Im Hang geht es steil bergab, sodass wir noch einmal an den Bras Rouge kommen.

Wunderschön hat der Fluss hier sein Bachbett ausgewaschen. Ein herrliches Bassin unterhalb eines weiteren Wasserfalls lädt zum Baden ein. Wären da nur nicht die steilen Wände, die sich nur mit Mühe erklommen ließen – wenn überhaupt. Wir verzichten auf die Abkühlung und genießen einfach den Moment.

wir queren den Bras Rouge
dort drüben sind wir vorhin gewandert
VG Wort
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