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Anreise nach La Réunion

von Insel zu Insel

Nach drei erholsamen Tagen auf Mahé starten wir am frühen Morgen zu unserem eigentlichen Ziel der Reise: La Réunion. Während die Seychellen so ziemlich jedem bekannt sind, wurde die Frage »wo geht es denn diesmal hin?« meist mit »wo ist das denn?« ergänzt.

Bei der Antwort »Frankreich« ernteten wir nur fragende Blicke: »Ihr fliegt zu den Seychellen, um von dort nach Frankreich zu fliegen?« Denn nur wenige kennen die südlichste Insel Frankreichs im Indischen Ozean. Wobei auch auf der Insel so manch ein Tourist etwas irritiert ist und denkt, er befände sich im Pazifik.

mit Air Austral nach La Réunion
typisches Dodo-Plakat auf La Réunion

Unsere Französischkenntnisse sind zwar bescheiden, doch nachdem wir schon einige Zeit im Elsass verbracht haben, sind wir sicher, dass wir vor Ort zurecht kommen werden. Einzig das Buchen der Hotelzimmer haben wir lieber einem Spezialisten überlassen, der französisch spricht und die Insel aus eigener Erfahrung kennt. Traumziele Reisen hat uns hier verschiedenste Unterkünfte,

verteilt über die ganze Insel, zusammengestellt und uns schon vor der Reise richtig neugierig gemacht. Am Flughafen hätte uns dann einer der Partneragentur vor Ort mit einem Schild empfangen sollen. Da wir keinen sehen, keine besonderen Fragen haben und auch keinen Transfer gebucht haben, machen wir uns jedoch sofort auf den Weg zur Autovermietung.

Lars beim Pizzaessen bei Hell-Bourg
auf dem Marktplatz von Hell-Bourg
Anne vor dem Riesenbambus auf La Réunion

Anders als bei unseren letzten Mietwagenreisen verläuft das Abholen ohne nerviges Aufschwätzen von einem größeren Auto. Hier ist es offenbar normal, das Bergland mit kleinen Autos zu erklimmen. So haben wir schon bald unseren Peugeot 108.

Der ist wirklich winzig, aber beide Koffer passen in den Kofferraum – das reicht uns. Bereits daheim hatten wir unser Navi mit den Hoteladressen und allerhand Nützlichkeiten programmiert … und dann liegt der Flughafen auch schon hinter uns.

Lorbeerart auf La Réunion
typisches kreolisches Haus bei Hell-Bourg

Erstes Ziel ist Hell-Bourg im Cirque de Salazie. Bereits auf den ersten Kilometern wird uns bewusst, dass wir uns in Europa, also in Frankreich befinden. Die Autobahnen sehen aus wie die im Elsass. Die gleiche Markierung, die gleiche Beschilderung, die gleichen Blitzer. Nur dass hinter diesen Kokospalmen stehen.

Es ist bewölkt und nieselt leicht. Wir hoffen, dass dies bald besser wird und kommen zugleich gut voran, sodass wir schneller als gedacht Hell-Bourg erreichen. Kurz vor der Einfahrt zu unserem Hotel fällt Lars schließlich ein, warum wir die Reiseagentur hätten treffen sollen: »Die haben unsere Voucher!«

im Filaowald von La Réunion
auch Hirsche gibt es auf La Réunion

Egal, das erste Hotel nimmt uns auch so auf. Trotzdem doof, zumal ich später in den Unterlagen lese, dass es am Flughafen einen Schalter gibt, sollte uns keiner empfangen. Wer liest, ist also auch auf La Réunion klar im Vorteil. Wir beschließen, nach unserer Salazie-Tour zum Flughafen zurück zu kehren und unsere weiteren Unterlagen abzuholen.

Soweit aber kommt es nicht: schon am nächsten Morgen bringt uns die Hotelmanagerin unsere Voucher um 7 Uhr morgens an den Frühstückstisch! Wir sind begeistert – toller Veranstalter, zumal Hell-Bourg doch ein gutes Stück vom Flughafen entfernt ist.

VG Wort
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