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Weltkulturerbe Trinidad

Zuckerbaron - Palast
baufälliger Palast

»Ohne Zucker kein Wohlstand, ohne Sklaven kein Zucker.« So einfach lautete im alten Trinidad die Zauberformel, aufgrund derer tausende von Sklaven zum Wohlergehen ein paar weniger ihr Leben lassen mussten.

Die Paläste der Zuckerbarone lassen sich hingegen an ein paar Finger abzählen. Außerdem waren Frauen derart knapp, dass eine Dame es schaffte, nacheinander die reichen Barone zweier gegenüberliegender Häuser zu heiraten.

in der Altstadt von Trinidad
in der Altstadt von Trinidad
Anne und Lars auf dem Turm von Trinidad

Zu Essen gab es damals übrigens ausschließlich fettes Fleisch, Bohnen und andere, sehr nährstoffreiche Gerichte. Zumindest für die Sklaven auf den Feldern und an den Zuckermühlen, dass auch ja lange und hart geschuftet werden konnte.

Wer von ihnen meinte, sich ein Weilchen ausruhen zu dürfen, durfte sich außerdem glücklich schätzen, wenn er nicht gleich von einem der vielen Wachtürme aus erschossen oder anderweitig seines Lebens erleichtert wurde. Wen wundert es da, dass bei den Sklavenaufständen zuallererst die Türme und Zuckermühlen zerstört wurden?

Straße in Trinidad
Trinidad, neben Palast, Platz

Die Küche der Sklaverei hingegen ist heute noch nicht überwunden. Fleisch, schwarze Bohnen und Reis sind immer noch das beliebteste Gericht der Kreolen, während die reichen Fischvorkommen vor den Küsten von vielen Einheimischen für ungenießbar gehalten werden.

Mit anderen Worten ist Fisch das Essen der armen Leute und damit genau das richtige für die vielen hungrigen Urlauber...

in den Straßen von Trinidad
auf diesen Treppen wird abends getanzt
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