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Vor der Reise nach Kuba

Wenn man den Schlüssel im Büro vergisst, sein Auto geöffnet am Bahnhof verlässt, im Bummler statt im Eiler sitzt... wenn einem also nur noch Dummes widerfährt, dann ist das schon einen Urlaub wert. Aber Annette hat ja auch ihren Schlüssel verlegt, just als wir aufbrechen wollten, ein kleines Stück Karibik zu erobern.

Vor dem Flug mussten wir jedoch erstmal mit dem Zug nach München, und sorgten sich viele vor den Gefahren auf Cuba, erlebten wir die einzige Aggression bei der Fahrt nach Lindau, als ein alter Mann (zudem noch gehbehindert) erst zwei Damen, dann einen ihm behilflichen Herren und schließlich uns und unsere Koffer angriff.

Oldtimer in Havanna, Capitol
Palmen am Strand

Ohne weitere Zwischenfälle oder Pannen verbrachten wir den Abend vor dem Flug in einem München, welches sich auf die Chaostage vorbereitete, um am nächsten Morgen (viel zu früh) zum Flughafen aufzubrechen. Unlogisch erschien uns, dass wir zwar bei Terminal A einchecken mussten, unser Gate sich aber im Bereich von Terminal B befand und wir dadurch circa anderthalb Kilometer zu viel durch die Hallen gelaufen sind.
Auf der anderen Seite haben wir uns durch die herum Rennerei ganz nebenbei einen guten Überblick über die vielen Reisebüros im Flughafen verschaffen können.

Da wir beide arbeiten und unseren Urlaub mit den Kollegen abstimmen müssen, können wir selbst zwar nicht bis kurz vor knapp warten. Als Anregung für die nächsten Reise, vielleicht nach Sri Lanka oder doch wieder in die Karibik aber lohnt es, sich ein paar der Angebote vorzumerken.
Erstaunlich übrigens, wie genau die Kontrollen für Amerikareisende sind. Sicher auch sehr nett für das Bodenpersonal, am Tag ein paar tausend Schuhe zu kontrollieren und halb so viele Leiber abzutasten.

Delfine im Meerbecken
schwebend über dem Wasser

Nach zwei Stunden Verspätung war es dann soweit: Wir erfuhren vom Piloten, dass der Airbus wegen eines technischen Defekts auf Kuba nicht planmäßig starten konnte. Das war genau die Information, die wir vor dem Start gebraucht hatten. Schade übrigens, dass die Flugbegleiterinnen nicht die Zeit zum Duschen fanden. Vor allem so ab der achten Flugstunde hätten wir uns dieses doch sehr gewünscht.

Als ich nach einer Möglichkeit suche, wie ich mich davon ablenken und die Flugzeit ein wenig verkürzen kann, fällt mein Blick auf einen Jungen, der zwar einen Kopfhörer trägt, der aber nicht am Unterhaltungsprogramm des LTU-Fliegers, sondern an seinem eigenen I-Pod angeschlossen ist. Was er hört, bekommen wir nicht mit (was ja leider nicht immer der Fall ist), aber ein Hörbuch zur Entspannung wäre jetzt sicher nicht das schlechteste, um sich die restliche Flugzeit zu vertreiben.

VG Wort
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