Plaza Mayor

der Hauptplatz im Herzen der Stadt

in den Gassen von Trinidad
in den Gassen von Trinidad

Die am 23. Dezember 1514 von Diego Velázquez gegründete Stadt Trinidad war eine der ersten Städte Kubas. Allerdings war sie damals auf dem Landweg nur schlecht zu erreichen und somit kein guter Ausgangspunkt, um die Insel zu kolonialisieren.

Lange Zeit wurde sie vernachlässigt, und als Goldfunde einen Aufschwung versprachen, überfielen jamaikanische Seeräuber die Stadt. Trinidad entwickelte sich ab da zu einem Piratennest mit Schmugglern und Kriminellen.

in den Gassen von Trinidad
in den Gassen von Trinidad

Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kam der erwünschte Aufschwung. Die Französischen Revolution machte sich auch auf Haiti, dem damaligen Zentrum der Zuckerindustrie, bemerkbar. Es kam zu Sklavenaufständen und die Franzosen mussten das Land verlassen.

In Trinidad fanden sie ihre neue Heimat, wo sie mit ihrem Wissen neue Zuckermühlen aufbauten. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts erwirtschafteten die Barone mehr als ein Drittel des gesamten kubanischen Zuckeraufkommens.

Plaza Mayor in Trinidad
griechische Statue auf dem Plaza Mayor in Trinidad
in den Gassen von Trinidad

Aus dieser Zeit stammen auch die Herrenhäuser, Kirchen und Paläste der Zuckerbarone, die sich rund um den Plaza Mayor ansammeln. Die prächtige Architektur im Zentrum Trinidads hat die Unabhängigkeitskriege nahezu unverändert überdauert.

Lange, nachdem die Zuckerrohrplantagen verwüstet und die Spanier vertrieben waren, wurde das Städtchen in den 1950er Jahre wieder entdeckt. Liebevoll restauriert, sind heute Museen, Gaststätten und Geschäfte in den Kolonialbauten untergebracht.

Verkaufsstände in Trinidad

Typisches Merkmal für die von den Spaniern gegründete Stadt ist, dass der Plaza Mayor genau im Herzen der Stadt liegt. Zwischen den mit Palmen bepflanzten und mit weißen Zäunen umgebenen Gärten des Platzes tummeln sich Touristengruppen,

klimpern Musiker auf ihren Gitarren und hofft ein alter Kubaner, mit seinem Esel ein paar Foto-CUCs zu machen. In der Mitte des Platzes steht eine griechische Statue, umgeben von Bänken.

Gitarrist in Trinidad
»Wer macht ein Foto von mir?«
typische Gitterfenster von Trinidad

Verglichen mit unserer ersten Reise ist inzwischen ganz schön viel gegangen. Die meisten Gebäude sind saniert. Nur ein paar wenige, wie das Palacio Ignaza, sind umgeben von Bauzäunen und werden von Grund auf restauriert.

Das Schöne an Trinidads Altstadt ist die großräumig verkehrsberuhigte Zone rund um den Hauptplatz. So können wir, ohne auf Autos achten zu müssen, in Ruhe durch die kopfsteingepflasterten Gassen schlendern und Fotos machen, bevor wir weiter zum Glockenturm spazieren.

der Plaza Mayor in Trinidad
VG Wort