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Abschlussessen bei den Kubanern

Ausflug zur Comandancia de la Plata

Grab des Geonel Rodríguez Cordoví
bei den Arbeiterunterkünften nahe der Comandancia

Auf dem Areal stehen heute noch Baracken für ein Kriegsgericht, eine Kommandostation mit Presseraum, etwas abseits die Radiostation von Radio Rebelde, eine Küche und natürlich das Casa Fidel. Dieses ist herrlich mit zwei Zimmern,einem großen Bett und einem Balkon ausgestattet. Ein Toilettenhäuschen mit Plumpsklo steht dahinter und ganz wichtig: im Haus befindet sich ein Kühlschrank. Nein, Fidel musste damals keinen Rum kühlen. Der wurde für die Medikamente benötigt.

Gekocht wurde nur nachts. Der Rauch hätte sie sonst verraten. Auch überlebenswichtig war der kleine Flusslauf hinter Fidels Hütte. So war die Lage trotz des strapaziösen Weges gut durchdacht. Hier, in ihrem Hauptquartier, konnten die Rebellen monatelang Pläne schmieden und den Kampf gegen das Batista-Regime organisieren. Zudem war es ihnen mit dem auf dem Berg stationierten Sender möglich, ihre Propaganda bis in den Norden von Südamerika zu verbreiten.

im Dschungel der Sierra Maestra

Fasziniert von diesem besonderen Ort kehren wir von Fidels Casa zurück zur Arbeiterunterkunft, wo Kaffee, Orangen- und Grapefruitschnitze für uns bereitstehen. Im Schaukelstuhl sitzend blicken wir über die majestätische Sierra Maestra, verziehen wegen der Grapefruit das Gesicht und sind doch einfach nur glücklich.

Was für ein schöner, besonderer Ausflug. Dem nicht genug, stolpern wir auf dem Weg zum Alto de Naranjo fast über eine Schlange, die uns süß anschaut, bevor sie im Gebüsch verschwindet. Das entschädigt uns dafür, dass wir bis jetzt keinen einzigen Tocororo, den Nationalvogel, in Kuba gesehen haben.

unser Paladar in Santo Domingo

Video zum Ausflug zur Comandancia de la Plata

Ausflug und Wanderung zur Comandancia im Nationalpark der Sierra Maestra in Kuba. Eindrücke von der Gegend, in der Revolutionäre damals Unterschlupf fanden.

Nach der Rückfahrt nach Santo Domingo bringt uns der Guide zu einer kubanischen Familie. In ihrem Wohnhaus ist für uns vier der Tisch gedeckt. In der einfachen Küche – in der auch lebendige Hühner über den noch warmen Grill hüpfen – dürfen wir uns kurz frisch machen.

Dann bekommen wir ein einfaches, aber leckeres Essen serviert. Die Mahlzeit ist bei den Kubanern im Eintrittspreis inbegriffen und ein schöner Abschluss der Tour, die ganz klar zu den Höhepunkten unserer Reise zählt.

Bar der Villa Santo Domingo
in der Anlage des Hotel Villa Santo Domingo

Vor der langen Rückfahrt trinken wir noch etwas an der Hotelbar der Villa Santo Domingo. Eigentlich schade, dass wir hier nicht übernachten. Die Anlage ist sehr schön und in dem ruhigen Wald hätten wir uns sicher wohl gefühlt. Zudem habe ich im ganzen Land nirgends so blitzsaubere Gläser gesehen wie an dieser Bar. Was einem mit der Zeit so alles auffällt! Aber wir müssen auf den Rückweg und wollen in Bayamo ankommen, bevor es dunkel wird.

Begeistert labernd missachten wir die schlechten Straßen. Sollte man nicht machen. So setzen wir bei einem Straßenwulst leicht auf und ratscht dieser geräuschvoll über den Unterboden. Glück gehabt, nichts passiert! Danach sind die Straßen frei von Tücken und können wir in aller Ruhe zurück nach Bayamo fahren, wo die schon erwähnte Odyssee auf uns wartet.

Rückfahrt nach Bayamo
Rückfahrt nach Bayamo
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