Tren Blindado

und der Parque Vidal in Santa Clara

Parque Leoncio Vidal in Santa Clara

Die Pferdekutschen dürfen nicht bis ganz an den Parque Leoncio Vidal fahren, sodass wir dann ein Stück laufen müssen. Leider dürfen aber die Busse weiterfahren, was den Spaziergang durch die engen Gassen von Santa Clara unangenehm macht. Für all die vielen Fußgänger haben die Stadtplaner nur einen schmalen Gehweg übrig gehabt.

Ruhe finden wir erst auf dem Platz und Park Vidal, der den Mittelpunkt von Santa Clara bildet. Wie bei den meisten Plätzen auf Kuba finden wir hier eine Glorietta, mehrere Statuen, einen Gedenkstein zu Ehren des Wohltäters Juan Martin de Conyeda und das angrenzende Theater la Caridad.

Brunnen in auf dem Parque Vidal in Santa Clara
Denkmal Juan Martín de Conyedo in Santa Clara
Arkadengang in Santa Clara

Aber wir wollen ja zum Tren Blindado. Also spazieren wir bald weiter zum Platz beim Monumento a la Toma y Acción del Tren blindado. Hier stehen noch vier der 22 gepanzerten Eisenbahn-Waggons aus der Schlacht um Santa Clara. Che Guevara und seine Männer griffen diese mit Molotow-Cocktails an.

Die Waggons verwandelten sich dadurch in einen Backofen, sodass den Regierungssoldaten im Innern nichts anderes übrig blieb, als sich zu ergeben. Bei dem Angriff vom Boden nützte es ihnen auch nichts, dass auf einem offenen Waggon ein Flugabwehrgeschütz montiert war.

Waggon vom Tren Blindado in Santa Clara

In den Wagen ist ein Museum mit Exponaten, Dokumenten und Fotos eingerichtet. Die kleinen Coca-Cola-Glasflaschen wurden damals für die Molotow-Cocktails genutzt. Der Platz ist zwar frei zugänglich, kostet aber doch 2 CUC Eintritt (1 CUC Fotografieren), da es sich um einen historisch bedeutsamen Ort handelt.

Vor Ort sieht das dann so aus, dass eine Frau etwas vorwurfsvoll sämtliche Touristen einsammelt, die bis dahin arglos über den Platz schlendern. Tatsächlich steht das kleine Kassenhäuschen so unscheinbar im Schatten, dass es leicht zu übersehen ist. Mit der Besichtigung der Wagen ist man anschließend recht schnell durch.

Straßenschild vor dem Tren Blindado in Santa Clara
Die kleinen Coca-Cola-Glasflaschen wurden damals für die Molotow-Cocktails genutzt.
mit Sand waren die Wände geschützt - nützte aber nichts

Zurück beim Parque Leoncio Vidal wollen wir noch in einer Pizzeria essen gehen. Leider ist dies ein Peso-Restaurant. Es stehen eine Menge Leute Schlange und warten darauf, reingelassen zu werden. So etwas kenne ich noch von früher bei unseren Besuchen in der ehemaligen DDR. Schlangestehen ist nicht so unser Ding. Allerdings scheint das Essen bei McDunald de Cubana auch nicht gerade förderlich für die Figur sein.

Also leisten wir uns eine Fahrradrikscha, die uns für 6,50 CUC zurück zum Hotel bringt. Der Fahrer ist tut zunächst gar nicht so begeistert und versucht sich mit Reden über steile Berge ein möglichst hohes Trinkgeld zu erquatschen. Tatsächlich kommt er bald arg ins Schwitzen – Lars zu etwas Bewegung, als die Rikscha samt mir bei einer kleinen Steigung geschoben werden muss. Ja, nicht alle Hotels befinden sich in der flachen Innenstadt.

Mc Dunald - Fastfood bei Santa Clara
Mc Dunald - Fastfood bei Santa Clara
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