Auf der Plaza de la Catedral

Der historische Kathedralenplatz von Havanna

Nahe des Plaza de Armas, dem Waffenplatz, kommen wir zum Kathedralenplatz von Havanna. Die barocke Catedral de la Virgen María de la Concepción Inmaculada aus dem 18. Jahrhundert wurde 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das im Innern eher schlicht gehaltene Gotteshaus besitzt außen ein paar Besonderheiten, wenn man genau hinsieht.

So stören die ungleichen Türme die Symmetrie. Nachdem der breite Turm stand, stellten die Erbauer fest, dass der zweite Turm den Zugang zur Calle San Ignacio versperren würde. So wurde dieser einfach schmaler gebaut. Auch in der Fassade fehlt etwas. So sind die Nischen für Heiligen-Statuen noch immer leer. Zum Schutz vor Zerstörung stehen die Statuen seit der Revolution beim Vatikan.

Der Vierecksplatz selbst ist von einigen kolonialen Palästen und Villen umbaut, die inzwischen restauriert wurden und Geschäfte, Museen und Restaurants beherbergen.

Interessanter als Einkaufen oder einen Museumsbesuch finden wir die Menschen auf dem Platz. So beobachten wir eine ganze Weile das Geschehen aus dem Schatten der Arkaden.

An einer Säule des Casa del Marqués de Aguas Claras sitzt eine dicke alte Kubanerin. In ihrer kolonialen Verkleidung und mit einer viel zu großen künstlichen Zigarre wartet sie auf gebefreudige Fotografen. Immerhin folgt eine Touristengruppen der nächsten auf den Platz. Eine weitere Frau versucht lauthals, bunte kubanische Puppen zu verkaufen.

Vor allem aber fallen uns aufdringliche Damen auf, die den männlichen Touristen einen dicken Kuss - mit reichlich Lippenstift - aufdrücken wollen. Die Masche mit dem anzüglichen Ranschmeißen wirkt. So fallen uns doch einige Männer mit einem übergroßen Lippenabdruck auf der Backe auf.

VG Wort

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