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Anreise nach Kuba

mit Air Europa nach Havanna

auf der Straße vor dem Kapitol in Havanna
Oldtimer beim Prado in Havanna

Air Europa soll uns von München via Madrid nach Havanna bringen. Einen Tag vorm Abflug wollen wir übers Internet einchecken. Das geht wunderbar. Allerdings nur bis Madrid. Bei den Bordkarten für den Flug nach Havanna bleibt das Programm hängen. Gut, schauen wir am Flughafen, ob die uns bis Havanna durch lassen. Grund für das Hängenbleiben ist das Touristenvisum, welches das Flughafenpersonal kontrollieren muss. Eine kleine Meldung beim Online Check-in wäre hier hilfreich.

Aber egal, wir sind unterwegs nach Havanna. Auf der Kurzstrecke nach Madrid versorgen wir uns mit den letzten Weihnachts-Mon Chéri, da es an Bord nur Service gegen Bezahlung gibt – und das bei schlechter Qualität. Die Langstrecke ab Madrid beginnt mit langem Warten. So stehen die Passagiere nach dem Aufleuchten des Boarding-Zeichens noch eine dreiviertel Stunde vor geschlossenen Türen, bevor es auf den langen und mangels Bordprogramm langweiligen Flug geht. In Kuba gelten Langsam-Air und Langweil-Air als Synonyme für Air Europa.

Musiker im Ambos Mundos von Havanna
Oldtimer in Havanna

Zum Zeitvertreib erhalten wir nach dem Start Einreise- und Zollkarten für Kuba zum Ausfüllen. Erstere haben wir gar nicht gebraucht, zumal wir ja in Deutschland schon ein Einreisevisa bekommen haben.

Die Einreise in Kuba geht dafür überraschend schnell. Nach Stempel in den Pass und ohne sonstige Kontrollen steht beim Kofferband die nächste Geduldsprobe auf dem Programm.

beim Gran Teatro de la Habana
Hotel Inglaterra in der Nacht

Der Abholservice von Sprachcaffe klappt prima, doch bevor es spät abends in die Altstadt von Havanna geht, müssen wir Geld wechseln. Am Flughafen ist nach unseren Infos die beste und günstigste Gelegenheit hierfür. Uns wurde kurz vor dem Abflug geraten, das nötige Geld für die Reise in Euro mitzunehmen, da angeblich nicht alle Automaten mit der Visa-Card klar kommen. Bei einer dreiwöchigen Autorundreise ist das ganz schön viel Geld. Aber da Kuba ein recht sicheres Land ist, reihen wir uns guten Muts in der langen Schlange vor dem Schalter ein. So sehen wir, dass auch andere ganze Geldbündel wechseln. Doch Vorsicht!

Die gute Dame an der Kasse kann ganz schön schnell Geld zählen und die meisten zählen nicht nach. Dafür hat sie ja sicherheitshalber eine schnelle Zählmaschine für Scheine. Ich kann aber auch schnell zählen und als ich eine ungerade Zahl 50er bekomme für 700 CUC, lasse ich mich nicht abwimmeln. Sofort ernte ich böse Blicke. Man darf nur alleine in das Kassenhaus. Trotzdem kann Lars von außen mitzählen und ist gleich stinkig. Brav korrigiert die hübsche Gisel Mutoz Hernandez den Betrag. Der Unmut steht ihr im Gesicht geschrieben. Ich kann es ihr nachfühlen, ihr sind in einem Moment zwei sicher geglaubte Monatsgehälter durch die Lappen gegangen ...

Straße vor dem Kapitol in Havanna
das Kapitol von Havanna
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