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Ponta Preta

Wanderung von Tarrafal zum Leuchtturm 2/4

Natürlich bleibt es nicht bei einer Spinnen-Episode. Nachdem wir mehrere Ziegengehege passiert haben (diese dienen als Anhaltspunkt für die Wanderung, auf der linken Seite dem Pfad folgen), lasse ich Kiki und Annette beim Abstieg vom Plateau gut 20 Meter voraus laufen, wundere mich dann aber, wie schnell ich sie wieder einhole.

Dass heißt, nur Annette, die mir unter einem Baum gebückt entgegen rennt. Kiki hingegen untersucht seinen Hut, an dem Sekunden zuvor eine fette Spinne hing. Als er uns seinen Sonnenschutz entgegenstreckt, hüpft Annette nochmals ein Stück von ihm weg. Auch findet sie es nicht lustig, als ich den Hut nehme und kurzerhand aufsetze.

Pfad vorbei am Ziegengehege
Wanderung zum Leuchtturm

Die Steigerung von ›nicht lustig‹ ist ›gar nicht lustig‹. Ja, es geht immer noch um die lieben, fetten Spinnen. Schließlich trägt nicht nur Kiki einen Hut, sondern hat auch Annette eine Mütze auf dem Kopf. Und auch wenn sie ihm nicht geglaubt hat, als sie zehn Minuten später ebenfalls eine Spinne eingesammelt haben soll,

so fliegt die Mütze doch im hohen Bogen in den Staub. Ganz ehrlich: ich hätte mich das nicht getraut. So aber muss ich aufpassen, dass ich nicht lauthals loslache, während sie irgendwas wie »das ist gar nicht witzig« schnaubt. Damit weiß ich jetzt, warum Kiki so schnell laufen kann...

überall stacheliges Zeug
überall stacheliges Zeug

Danach gilt es aufzupassen. Denn kurz vor dem Leuchtturm fällt das Gelände steil ab. So haben wir erst eine imposante Sicht auf die blauweiß schäumende Brandung unterhalb

des Leuchtturms und müssen dann auch schon aufpassen, dass wir die Ponta Preta ohne Abzurutschen hinunter gelangen.

Felsen der Ponta Preta
Annette beim Leuchtturm
Warnsignal des Leuchtturms

Auf dem Weg nach unten überlege ich, dass ich in dem Leuchtturm gerne ein Café hätte. Da das Warnsignal außerhalb steht, hat das Gebäude zurzeit eh kaum noch einen Zweck. Meine zweite Überlegung, dass man ja in der Nähe eine Bootsanlegestelle errichten könnte, um die Wanderung in nur einer Richtung möglich und damit für Gruppen interessant zu machen,

zeigt mir, dass ich schon wieder ganz gut geschlaucht bin. Nein, es gibt natürlich kein Café und weit und breit keinen Steg, sondern nur eine hübsche Aussicht über das Meer, einen Schluck Wasser und einen viel zu weiten Rückweg.

Abstieg zum Leuchtturm
Abstieg zum Leuchtturm
VG Wort
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