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Start in Tarrafal

Wanderung von Tarrafal zum Leuchtturm 1/4

Wanderung von Tarrafal zum Leuchtturm
Bucht von Tarrafal

Am zweiten Morgen in Tarrafal treffen wir Kiki wieder. Zusammen mit ihm wollen wir zu dem Leuchtturm an der Ponta Preta wandern, den wir vom Hotel aus in der Ferne sehen. Die Strecke dorthin wäre zwar alleine zu finden. Da wir zu Beginn ein Wäldchen durchqueren müssen, in dem ab und zu Jugendliche vornehmlich jeden Urlauber überfallen, den sie treffen, wollen wir jedoch kein Risiko eingehen.

Wobei, die erste Gefahr, die Kiki abwendet, ist die, auf der Strecke zu verdursten. Denn weil uns Sibylle eine leichte Wanderung von in etwa drei Stunden versprochen hatte, wollten wir nur eine Flasche Wasser mitnehmen. Für die Wanderung zum Turm hin und zurück hätte dies gereicht. Wir aber wollten die Tour rund um den Berg Monte Graciosa (645 m) laufen, die dann wenigstens fünf Stunden dauert.

Wanderung zum Leuchtturm
wieder ist ein Felsen bezwungen

Mit drei Litern Wasser ausgerüstet, starten wir also beim King Fisher und laufen quer durch Tarrafal zum Strand. Am Ende der Bucht kommen wir neben den Schriftzug »Tarrafal« (dieser ist auf einem Felsen zu lesen) auf einen Pfad, der in das besagte Akazienwäldchen führt. Jugendliche sehen wir keine.

Dafür aber mehrere Kapverdische Eisvögel, die zwischen den niedrigen Bäumen fliegen. Es ist der einzige Teil der Wanderung, der im Schatten liegt, bevor es am Ende des Waldes in etwa in Richtung einer Felswand mit Basaltsäulen geht und wir ab da unter der Sonne laufen.

Wanderpfad von Tarrafal zum Leuchtturm an der Ponta Preta
damit putzen sich Kapverdianer die Zähne
Aufstieg über Geröllblöcke

Auch wenn der richtige Pfad meist gut zu erkennen ist, sind wir froh, dass Kiki bei uns ist. Denn schon bald müssen wir mehrere knifflige Passagen überwinden, bei denen der Weg über steile, übereinander gewürfelte Felsbrocken führt. Auch nicht ganz einfach ist ein sukkulentes Gewächs,

mit dem sich die Einheimischen die Zähne putzen. Denn es bildet dichte Horste, die den Blick auf den Untergrund versperren und unter der Trittbelastung bedenklich nachgeben. Dem nicht genug, brütet die Sonne gnadenlos auf die karge Landschaft herunter.

Bucht an der Ponta Preta
Monte Graciosa

Erst, als wir ein 200 Meter hohes Plateau erreichen, wird der Pfad bequemer und ähnelt teilweise sogar einem leichten Spazierweg. Einziges Manko: hier oben fällt so wenig Regen, dass das Gras und die Sträucher nur kümmerlich wachsen. Als Folge spannen die Spinnen ihre Netze gerade mal einen Handbreit über den Boden und den Weg.

Als zweite Folge sorgt Annette bei zwei zufällig in der Landschaft stehenden Bäuerinnen für ausgelassene Heiterkeit, als Kiki sie vor einem großen Exemplar warnt und sie mit einem Aufschrei auf die Seite springt.

VG Wort
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