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Konzentrationslager Tarrafal

Außenmauer des KZs
Hinweistafel zum KZ Tarrafal

Unsere letzte Wanderung auf Santiago und die einzige ohne Führer ist eigentlich nicht viel mehr als ein Spaziergang. Wie im Wanderführer von Rother beschrieben, folgen wir ab der Ferienanlage King Fisher zunächst dem Weg entlang der Küste.

In der starken Brandung nahe dem King Fisher versuchen sich mehrere Jungs im Wellenreiten. Weil wir ein Stück weiter völlig alleine auf weiter Flur sind, beschließen wir jedoch, umzukehren und doch den Weg entlang der Straße zu nehmen.

Hauptgang im Konzentrationslager Tarrafal
ehemaliger Gefangenenraum

Nach rund 45 Minuten kommen wir beim Konzentrationslager an. Ein großer Parkplatz zeigt, dass man hier durchaus mit mehr Besuchern rechnet. Dennoch sind wir an diesem Morgen die einzigen Besucher des ehemaligen portugiesischen Gefängnisses.

Bis auf einen Wärter am Eingang, der von uns ein geringes Eintrittsgeld verlangt, sehen wir auch kein Personal, sodass wir uns unbehelligt in dem Lager mit seinen Sälen für politische Gefangene, aber auch gewöhnliche Verbrecher umsehen können.

Sicherungsgraben und Mauern im KZ Tarrafal
im Lager

Leider sind sämtliche Beschreibungen auf Portugiesisch. Aber wie es in einem solchen Lager mal ausgesehen hat, kann man sich ja denken. Zumindest sehen wir keinen Grund, warum man Leute, die lediglich eine politisch ungewollte Meinung haben, in die Ferne schaffen soll, wenn man sie anständig behandeln will.

Nur gut, dass das Konzentrationslager Tarrafal 1974, ein Jahr vor der Unabhängigkeit der kapverdischen Inseln, geschlossen wurde.

das portugiesische KZ Tarrafal
Latrine
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