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High Note Trail

Am oberen Ende vom Whistler Express angekommen, sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Gipfel bzw. dem Whistler Summit. Obwohl wir uns auf einer Höhe von 7087 Fuß oder auch 2160 Meter über dem Meer befinden, ist es in der Sonne angenehm warm. Allerdings bläst uns ein kühler Wind um die Ohren, sodass wir die Jacken lieber geschlossen halten.

überall wachsen Weidenröschen auf dem Whistler
herrliche Wanderwege durch Blumenwiesen auf dem Whistler

Wie uns der Mann versprochen hatte, sind erst wenige Ausflügler auf dem »Whistler Summit Interpretive Walk« (den Namen zu buchstabieren dauert etwa so lange wie der Spaziergang zum Gipfel) unterwegs. Da es einige dann tatsächlich auch bei dieser kurzen Runde belassen,

treffen wir früh am Vormittag dann auch nur im Bereich der Seilbahn auf eine größere Menschenmenge. Aber auch diese hält sich in Grenzen, sodass wir unsere Blicke ungestört über das traumhafte Bergpanorama rund um den Whistler schweifen lassen können.

überall auf dem Whistler steht auch Subalpine Lupine
Annette auf dem High Note Trail Whistler
Western Anemone auf dem Whistler

Schließlich begeben wir uns auf den High Note Trail. Er beginnt rechts vom Gipfelbereich (hinter dem Inukshuk) und zählt zu den beliebtesten Wanderwegen am Whistler. Weil er mit einer Länge von 9,4 Kilometer relativ lang ist, ist er aber dennoch nicht allzu überlaufen. Besonders schön ist der High Note Trail im Sommer, wenn an den Hängen des Whistlers die Blumenwiesen in voller Blüte stehen.

Viele der hier vorkommenden Arten sind uns aus den Schweizer Alpen bekannt. So wachsen hier oben Lupine, Anemonen, Weidenröschen und Alpen-Astern. Neu für uns sind hingegen eine rot blühende Pflanze mit dem Namen Common Red Paintbrush (Castilleja miniata), welche bei einem flächigen Auftreten ganze Berghänge rot einfärben kann.

Murmeltiere pfeifen auf dem Whistler
Blick vom Whistler auf den Cheakamus Lake

Überrascht sind wir schließlich, als wir Murmeltiere entdecken. An mehreren Stellen sitzen sie auf den Felsen, sonnen sich oder pfeifen sich gegenseitig zu. Um sie nicht zu verschrecken, verhalten wir uns so still wie möglich und machen andere Wanderer auf die scheuen Tieren aufmerksam.

Scheu? Nun, das trifft das Verhalten der Whistler-Murmeltiere nicht so ganz. Denn selbst, als eine Horde menschlicher Brüllaffen lautstark über den High Note Trail rumpelt, bleiben sie einfach sitzen und harren der Dinge, die dann doch auf dem Wanderweg bleiben.

VG Wort
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