Wells Gray Guest Ranch

übernachten bei Clearwater

Am späten Nachmittag erreichen wir die Wells Gray Guest Ranch. Etwas ungewohnt verläuft das Einchecken. Denn die Ranch wird zwar von Österreichern geführt. Der Mann, der uns empfängt, spricht aber selbst dann noch Englisch, als er weiß, dass wir Deutsche sind. Darauf angesprochen, bemerkt er verlegen,

dass er kein Hochdeutsch könne. Nun gut, dass wir seinen wirklich heftigen Dialekt verstehen, konnte er ja nicht wissen. Umso erstaunter ist er, als er erfährt, dass wir (ohne Pausen) für die lange Strecke von Whistler bis zur Ranch nur sieben Stunden gebraucht haben. Ja, erwischen hätte uns dabei keiner dürfen.

Kapelle bei der Wells Gray Guest Ranch
Black Horse Saloon

Praktisch ist, dass wir unser Auto direkt neben einer der vier Holzhütten parken können, sodass wir unsere Koffer nur ein paar Schritte tragen müssen. So können wir es uns schon bald auf der Veranda vor der Hütte gemütlich machen und die Aussicht über das Gelände zur angrenzenden Pferdekoppel genießen. Hier kommt dann auch das erste Mal unser Mückenspray zum Einsatz. Ohne geht es hier nicht, auch wenn einem am Abend die Fledermäuse einen Teil der Blutsauger direkt vor der Nase wegschnappen.

Hütten der Wells Gray Guest Ranch
Scheune der Wells Gray Guest Ranch

Das Abendessen gibt es im Black Horse Saloon. Dieser ist tatsächlich so aufgemacht, wie wir uns einen Western Saloon vorstellen. Da es warm genug ist und draußen gegrillt wird, nehmen wir jedoch in einer der zu Planwagen gestalteten Sitzecken Platz,

welche wie eine Wagenburg in einem Viertelkreis zueinander stehen. Das Barbecue selbst ist leider sündhaft teuer, in der Menge (Salate kann man sich im Black Horse Saloon nachholen) und der Qualität aber okay.

Zimmer Nr. 7 der Wells Gray Guest Ranch
unser kleines Doppelbett in der Wells Gray Guest Ranch

Enttäuschend ist leider das Frühstück. Dieses besteht lediglich aus Toast, viel zu süßen Muffins, abgepackten Käse (Cheddar und Schweizer Ritter), hartgekochten Eiern, einer Auswahl an Marmelade und Cerealien. Dazu gibt es verdünnten Saft, Tee und einen Kaffee, der selbst bei mir als Nicht-Kaffeetrinker in die Kategorie Plörre fällt. Dass die Eier aus dem Kühlschrank kommen, erklärt dann auch, warum man sich nicht fürs Frühstück anmelden muss.

Da hier Preis und Leistung stark voneinander abweichen, bedauern wir, dass wir uns nichts von der Tankstelle mitgebracht haben. Denn die paar Sachen, die in einer schmucklosen, düsteren Stube der Guest Ranch bereit gestellt werden, hätten wir ohne großen Aufwand gut toppen können. Wobei wir fairerweise sagen müssen, dass die Familienzimmer bzw. die Zimmer für mehrere Personen mit einer Kochecke ausgestattet sind.

Video Wells Gray Guest Ranch

Eindrücke von der Wells Gray Guest Ranch und den Spahat Falls im Wells Gray Provincial Park in British Columbia.
VG Wort