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Silberen

Rundwanderung ab Pragelpass auf die Silberen 3/7

Schnee unterhalb der Silberen

Auch wenn in schattigen Mulden noch Schneereste überdauern, treibt uns der weitere Aufstieg auf die Silberen Schweißperlen auf die Stirn. Wieder sind es die vielen Pflanzen, die uns in der baumlosen Höhe von der Anstrengung ablenken. So erfreuen wir uns an einem Zweiblütigen Veilchen, das sich zwischen mehreren Steinen behaupten kann.

Wo immer es das Gelände erlaubt, den Blick zu heben, sind es schließlich die schroffen Felsformationen, die uns in ihren Bann ziehen. Angesichts dieser bezaubernden Landschaft gelingt es selbst Schnee-Allergikerin Annette, ein Schneefeld mit fröhlichem Blick zu überqueren. Das gibt es nur selten.

Silberen
Fliegerdenkmal auf der Silberen
Bergwiese unterhalb der Silberen

Weiter oben werden die Grasmatten seltener. Die Karrenfelder der Silberen bieten nur Spezialisten einen geeigneten Lebensraum. Hier ähneln die hellen Karstfelsen einem versteinerten Gletscher. Und wie auf einem Gletscher müssen wir auf dem zerklüfteten und teils scharfkantigen Untergrund aufpassen, wo wir hintreten.

Wo vereinzelte Schneefetzen die rotweißen Wegmarkierungen verdecken, ist ein guter Orientierungssinn von Vorteil. Die Beschaffenheit der Kalkfelsen hilft, die beste Route zu finden. Denn während das Gesteinsmaterial auf dem Weg glatt getreten sind, sind die die Felsen abseits der Pfade deutlich schroffer.

Gipfelkreuz auf der Silberen

Nachdem wir nochmals einen Grünstreifen überquert haben, geht es über Felsrippen und -rinnen hinauf zum Gipfelplateau der Silberen (2319 m). Seit unserem Start sind fast drei Stunden vergangen. Das heißt, wir haben 20 Minuten mehr gebraucht als vor Ort angegeben ist und sogar eine Stunde länger als im Wanderführer steht.

Haben wir so sehr getrödelt? Möglich. Vielleicht waren die Wanderführerschreiber aber auch nur auf den immerhin gut 770 Höhenmetern sehr flink unterwegs. Um so schöner ist es, sich auf einem der in der Sonne erwärmten Steine zu setzen und das mitgebrachte Vesper in dieser auch für die Schweiz einzigartigen Berglandschaft zu genießen.

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