Anzeige

Fort Ozama

Fort Ozama
Annette im Fort Ozama

Eigentlich sollte das Programm für diesen Tag längst beendet sein. Hennie bot uns jedoch an, die Stadtführung vorzuziehen. Denn am Nachmittag hätten wir ohne Führung eh nicht viel unternehmen können und außerdem hatte das Radio anhaltende Gewitterschauer für den Abend und nächsten Morgen angekündigt.

Allein deswegen großes Lob an unseren Reiseführer, denn auch wenn die schwüle Luft schwer über der Stadt hing, schwitzen wir doch lieber ein wenig, bevor wir durch den Regen laufen müssen. Da es in Santo Domingo recht häufig Gewitter gibt, empfiehlt sich hier ohnehin, trockenes Wetter auszunutzen.

Fort Ozama
Annette und Lars schwitzen auf dem Huldigungsturm

Durch ein neoklassizischtes Tor aus dem späten 18. Jahrhunderts kommen wir ins Fort Ozama mit dem Torre del Homenaje (Huldigungsturm). Den Namen bekam der hohe Turm, weil die Spanier damals ankommenden Schiffen Salut schossen.

Neben berühmten Persönlichkeiten wie Don Diego Colón und Gonzales Fernándes de Oviedo wohnten hier eine ganze Reihe indianischer Häuptlinge. Während die ersten jedoch im oberen Teil des Turms bei allen kolonialen Annehmlichkeiten die Aussicht über die Bucht genießen konnten, mussten die Kaziken jedoch in den unterirdischen Kerkern auf ihre Hinrichtung warten.

Blick über den Hafen

Die Hitze fordert ihren Tribut. Bereits nach den wenigen Stufen zur Aussichtsplattform fühlen wir uns völlig erschöpft. Als deutlichen Beweis der letzten Gewitterschauer strömt unter uns ein von Erde und Schlamm braun gefärbter Rio Ozama ins karibische Meer. Oh ja, Wasser. Das ist, was wir hier, in der prallen Sonne, unbedingt brauchen. Nicht nur wir. Denn schon nach wenigen Augenblicken entschwindet der Großteil unserer Gruppe zurück zum Eingangstor. Dort gibt es zwar auch nichts zu trinken, aber wenigstens spendet es ein bisschen Schatten.

VG Wort
Anzeige