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Basilika von Higüey

Schon lange vor unserem ersten Stopp erblicken wir die Basilika Nuestra Senora de la Altagracia, einen für uns eher unfreundlichen Betonbau, der zwischen 1954 und 1969 erbaut und zwei Jahre später eingeweiht wurde.

Die Basilika ersetzt die frühere Wallfahrtskirche und beherbergt eine hochverehrte Madonnen-Statue aus dem 16. Jahrhundert. So bleibt es nicht aus, dass jedes Jahr zum 21. Januar ganze Heerscharen von Pilgern hierher kommen, um die Jungfrau Maria zu ehren.

Basilika von Higüey
So wird hier der Rasen gemäht.

Obwohl es noch früh am Morgen ist (genau 7.15 Uhr), schlägt uns beim Verlassen des Busses bereits die Wärme entgegen. Abgesehen von ein paar Gläubigen sind wir allein auf dem Platz vor der Kathedrale. Und das mit Grund, denn das Kirchengelände ist eine Tabuzone für Händler. So können wir uns in aller Ruhe umsehen, ohne von den vielen CD-Händlern, Taxi-Motorrädern, selbsternannten Guides und Kindern, die einen Werbezettel unter die Nase halten, gestört zu werden.

Welchem Baustil wir die Basilika zuordnen sollen? Keine Ahnung, auf uns wirkt das Gebäude leicht sozialistisch geprägt. Ansonsten scheint es nur einfach zweckmäßig zu sein und ist für uns kaum nachvollziehbar, dass hier einst die weltbesten Architekten aufgefordert waren, Pläne für das Gotteshaus zu entwerfen.

Basilika von Higüey
Basilika von Higüey
Basilika von Higüey

Einiges freundlicher wirkt das Innere der Basilika, welche vom Licht der farbigen Fenster erhellt wird. Nur wenige Gläubige sitzen auf den vielen Bänken links und rechts des Mittelgangs. Im hinteren Bereich sogar scheinen zwei Männer zu schlafen.

Und doch betreten wir den offenen Raum während eines Gottesdienst mit Orgelmusik und einer Sängerin, die den Priester bei seiner Arbeit unterstützt. Dass wir selbst gar nicht beachtet werden, ist uns recht. Denn hier wollen wir möglichst nicht stören. So also genießen wir die Atmosphäre und die ausgesprochen gute Resonanz in der Basilika, bevor wir zurück zum Bus kehren.

VG Wort
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