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Arenal - Wanderung zum Lavastrom

Zurück beim Parkplatz, ist bereits deutlich mehr los. Ganze Gruppen brechen in den Park auf, um zumindest einmal im Leben dasselbe aufs Spiel zu setzen.

Denn während sich der Aussichtspunkt ganz knapp im Bereich des mittleren Risikos befindet, geht es nun über den »Las Coladas Weg« hinein in die Zone des hohen vulkanischen Risikos.

Farn
Achtung: hier beginnt die hohe Gefahrenzone

Die ersten Meter geht es über einen flachen, sandigen Weg vorbei an meterhohen Farnen, Gräsern und Büschen. In der Ferne hören wir ab und zu ein dumpfes Grollen... Bis wir über ein erstes altes Lavafeld kommen

(oder so etwas ähnliches, zumindest ohne dichte Vegetation) und freie Sicht auf den Vulkankegel haben. Das heißt, nicht ganz, weil der obere Teil leider und zugleich wie üblich in Wolken verhüllt ist.

Wanderung über den Lavastrom von 1992
weiter darf man nicht

Danach wird es steiniger, bis wir schließlich über schwarze Brocken auf den Lavastrom von 1992 (Las Coladas) kommen. Konnte man unten selbst mit Flipflops bequem laufen, lohnen sich endlich unsere leichten Wanderschuhe.

So müssen wir uns nicht wie ein paar Frauen in Sommerschuhen abmühen und ständig Angst haben, auf den losen Steinen abzurutschen oder umzuknicken.

am Rand des Lavastroms
männlicher Kappennaschvogel (Chlorophanes spiza)

Oben auf dem Lavastrom angekommen, wird es spannend. Immer wieder steigen die Wolken an den Seiten des Kraters auf und geben mal die eine, mal die andere Seite frei. Immer wieder weckt dies unsere Hoffnung, den Kraterrand zumindest einen Moment ganz ohne Wolken zu sehen.

Leider aber kommt dann immer wieder irgendwo die nächste Wolke her, die sich von der Seite ins Bild schiebt oder vom Gipfel über den Kraterrand stürzt. Wie auch einige Steine, die an der rechten Seite des Vulkans herausgeschleudert werden und zischend den Hang herunterpurzeln. Sekunden später sind dann knackende, krachende und selbst splitternde Geräusche zu hören.

Arenal Vulkan (Volcano Arenal)

Doch auch der Blick zur anderen Seite lohnt, bietet sich einem hier doch ein schöner Blick über den Arenal-Stausee. Eine Pause lohnt sich damit allemal. Vor allem dann, wenn sich zufällig ein blauer Kappennaschvogel in der Nähe oder gar ein Tukan in den Bäumen vor dem See blicken lässt.

VG Wort
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