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Wildganspagode von Xian

Wildganspagode + Platz

»Ohne einen [ ...] Besuch der beiden Wildganspagoden wäre ein Besuch Xi´ans nicht vollkommen.« Nachzulesen ist dieses Zitat im Reiseführer »Richtig Reisen - China« von Dumont, dem Reiseführer, welchen wir von der Tui bekommen hatten.
Leider fand sich im Programm von Xi´an keine Zeit, wenigstens eine der beiden Pagoden anzuschauen. Es war einfach schier unmöglich.
Um dennoch zu einer der Pagoden zu gelangen, klinkten wir uns am frühen Abend aus der Gruppe aus, um die paar Kilometer mit dem Taxi zu überbrücken.
Problem: natürlich stehen die Taxis vor dem Hotel, um die Hotelgäste entsprechend ihren Wünschen durch die Stadt zu kutschieren. Ähm - nein, die Taxifahrer verwiesen uns an die Straße, wo wir ein Taxi anhalten sollten.

Wildganspagode

Das Problem: wie schaffe ich es, ein Taxi zu ergattern, wenn stets eine Schar Chinesen genau das gleiche vorhat?
Aber nach ein bisschen Zeit setzt man sich ja durch, kann dem Taxifahrer per Plan zeigen, wo er einen hinfahren soll und ... wird abgewiesen.
Leicht genervt hatten wir mit dem nächsten Taxi endlich Glück, womit eine aufregende Fahrt durch Xi´an begann (siehe Vorfahrtsregel von Peking).

In der inneren, ummauerten Stadt von Xi´an darf nicht gehupt werden. Wer es dennoch wagt und erwischt wird, muss sich im Fernsehen  für sein Verhalten entschuldigen und verliert dabei sein Gesicht.
Grund genug für unseren Fahrer, gleich nach Verlassen der inneren Stadt kräftig aufs Signal zu drücken.

Nach ca. 10 Chinageld hätte die Fahrt bereits zu Ende sein können, wenn uns der Fahrer richtig verstanden hätte. Er aber fuhr einmal um die ganze Pagode drum herum, um uns anschließend zum Hotel »Zur Wildganspagode« zu bringen. Naja, damit waren es dann 12 Chinageld (= 1,5 Euro) und das Trinkgeld futsch.

Annette bei der Wildganspagode

Von außen schön anzuschauen, war die Pagode leider bereits geschlossen, weshalb wir uns als einzige Nichtchinesen auf dem Platz vor der Wildganspagode aufhielten und v.a. Annette minutenlang von einer Oma angestarrt wurde.

Wildganspagode

Die Rückfahrt: auf die richtige Seite der Straße zu gelangen, ein Kinderspiel, nachdem ein umstürzender Motorradfahrer für ein paar Sekunden den Verkehr lahm legte, ein Taxi bekommen, dieses Mal kein Problem.
Der Haken: leider wusste der Fahrer nicht, wo sich unser Hotel befand und fuhr uns deshalb erstmal eine Runde um die Pagode, um anschließend beim Hotel »Zur Wildganspagode« nachzufragen, wo er hin muss. Nun, irgendwie kannten wir das ja schon ...

Nach drei weiteren Wegnachfragen und einer plötzlichen Kehrtwende vor´m Stadttor inklusive entgegenkommenden Lastwagen gelangten wir im mittlerweile dunkel gewordenen Xi´an zurück zu unserem Hotel.

Wie ich anschließend Annette über die Straße zu einem echten Chinesenmarkt bekommen habe ... keine Ahnung, ich weiß nur noch, dass ein alter und außerdem gehbehinderter Mann schneller war.

VG Wort
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