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Gräber der Ming-Dynastie

Eingang zur Totenallee der Minggräber
Glücks-Schildkröte mit Stele auf dem Rücken

Über den heiligen Weg kamen wir durch das Große Rote Tor (Dahong Men) zum Pavillon der Großen Stele (Dabei Lou), in welchem eine 6,5 m hohe Stele seit 1426 auf dem Rücken einer Schildkröte lastet. Nach dem Pavillon gelangten wir zur Allee der steinernen Statuen (Shixiang Shendao) mit zwölf Tier- und sechs Menschenpaaren, welche die Ehrengarde der Kaiser symbolisieren.

Über diese Allee sowie durch das Drachen- und Phönix-Tor (Longfengmen) wurden damals 13 der 14 Ming-Kaiser zu ihrem Grab gebracht.
Weil der komplette, heilige Weg zu einem der Gräber allerdings sieben Kilometer lang ist, wir jedoch zuvor wenigstens 12 der gut 6.000 China-Mauer-Kilometer gelaufen waren, brachte uns der Bus vom Ende der Allee zum Grab des Yongle-Kaisers.

Elefant der Seelenallee
Kamel der Seelenallee

Zu der Grabanlage gehört eine beeindruckend große Halle, deren Dach von 32 Nanmuholzsäulen getragen wird, sowie (etwas abseits) ein 4-****-Klo, »ausgezeichnet vom Pekinger Tourismusbüro«. Naja, wer´s braucht, sauber jedenfalls war es.

Daneben hat die Anlage allerdings nicht viel Beeindruckendes zu bieten, weshalb wir den Besuch vor allem als lockeren Spaziergang nutzten.

Annette und Lars vor Elefant
Steinsoldat
Seitentempel Mingkaisergrab
Pekingente

Als Abschluss des Peking-Aufenthaltes gab es mit der Peking-Ente das wohl bekannteste Gericht aus dem Norden Chinas. Zusammen mit Sojasoße in kartoffelpuffergroßen Glasnudeln gepackt, wird das in Streifen geschnittene Entenfleisch mit den Händen gegessen. Solange man nicht daran denkt, dass die Enten schon im jungen Alter unentwegt gestopft werden, ein absoluter Leckerbissen! Aber Vorsicht: bei den Vorspeisen bekamen wir etwas Undefinierbares, was bei allen außer mir ständig vom Löffel herunter hüpfte. Als einziger mit drei der glibbrigen Ekeldinger, erfuhr ich leider etwas zu spät, dass ich soeben Rindersehnen heruntergewürgt hatte ... uähhh!!!
Dann doch lieber noch ein Glas Reiswein - gān bēi !

VG Wort
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