Blumenpagode von Kanton

Ahnentempel der Chen

Unser vorletztes Ziel in Kanton (Guangzhou) war die Blumenpagode (Huata), die mit 17 Stockwerken und 57 Metern zugleich höchste Pagode der Stadt.
Hier fallen neben echten Mönchen v.a. Gläubige auf, die in den Rauchkessel unter diesem Text Geldstücke hineinwerfen. Bei Treffer: Wunsch frei!

Blumenpagode

Grund genug, für unsere Reiseleiterin ihr Glück zu versuchen. Kann ein durchschnittlich großer Deutscher nämlich das Geld direkt in die oberen Öffnungen hineinlegen, braucht ein Chinese doch einiges Zielvermögen.
Dieses Zielvermögen stellte dann auch unsere »Kleine Blüte« unter Beweis; und zwar genau in ihrem sechsten Treffversuch, als die Münze auf der einen Seite reinflog, um auf der hinteren Seite sofort wieder herauszufliegen ...

Über den vielen Rauch darf man sich übrigens nicht wundern, weil die Buddhisten genau wie wir gerne Räucherstäbchen anzünden, allerdings mit dem Unterschied, dass sie statt einem gleich zehn bis zwanzig Stäbchen nehmen.

Wunschofen
Ofen vor Blumenpagode

Eine besondere Ehre finden Buddhisten schließlich in dem Tempel, in welchem kleine Namensschildchen in der Größe von Bücherzeichen angebracht sind. Gelbe Schilder (die deutliche Überzahl) sind dabei bereits Verstorbene und rote Schilder dienen der Reservierung von Plätzen für noch Lebende.

Schilder, die sowohl gelb als auch rot sind, bedeuten übrigens nicht, dass sich die betreffenden Personen bereits auf der Schwelle des buddhistischen Paradieses befinden, sondern hierbei handelt es (wie bei übrigens fast allen) um Ehepaare mit schon einem Verstorbenen.

VG Wort