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Strand von Sithonía

eine von vielen kleinen Buchten
Blick über die Küste Sithonías

Zurück an der Küste, kommen wir an Pórto Carrás vorbei. 1970 ließ hier der Reeder und Multimillionär John Carrás einen für die Halbinsel riesigen Hotelkomplex mit drei Hotels, Casino, einem 2000-Personen Konferenzzentrum, Golfanlage, dem eigenen Yachthafen, aber auch einer biologischen Kläranlage errichten.

Mit anderen Worten: genau das, womit wir auf unserer Sithonía-Rundfahrt auf gar keinen Fall Zeit verschwenden wollen.
Wie übrigens auch die Erben des Reeders. Die nämlich haben die gesamte Anlage längst an einen Investor verkauft, der Pórto Cárras zu einem Luxus-Resort umgestaltet hat und versucht, Gäste mit Thalassotherapien und Spa-Angeboten anzulocken.

Strand nahe Tristinika
Strand

Ein paar Kilometer weiter auf der Rundstraße, biegen wir nach rechts (Richtung Meer) ab und folgen der Beschilderung zum Campingplatz Stávros. Laut Reiseführer sollen wir hier zunächst über Asphalt fahren, bevor es in der zweiten Hälfte des Wegs »auf unbefestigter, aber guter Piste zwanzig Kilometer lang« immer in Meeresnähe entlang der Küste geht, bis man schließlich bei Tristiníka zur Sithonia-Rundstraße zurückkommt.

Nun gut, die Meeresnähe lässt sich offensichtlich nicht leugnen. Einzig die »gute Piste« gibt uns zu denken. Tatsächlich versperren uns nämlich schon nach wenigen Minuten riesige Pfützen den Weg. Wie tief sie wohl sein mögen? Keine Ahnung. Was also machen? Umkehren? Wäre ja doof, nachdem sich unser C2 schon so tapfer durch die Berge gekämpft hat.

auch im Winter gibt es zu tun
Geschwemmsel am Strand

Also weiter und mit mittlerer Geschwindigkeit (und festgehaltenen Nerven) hindurch! »Da kommen wir nicht durch«, ruft noch Annette. Da aber sind wir schon mittendrin - und schaffen es doch irgendwie, nach über hundert Meter Amphibienfahrt zurück aufs Trockene.

Nachdem die Straße über eine kleine Kuppe leicht ansteigt, werden wir in den folgenden Buchten dann auch tatsächlich mit den schönsten Stränden der Insel belohnt. Und nach gefühlten fünfzig Kilometern erreichen wir über einen stark ansteigenden Weg dann auch tatsächlich wieder die Rundstraße.

VG Wort