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Ágios Pávlos - Paulus Quelle

Unserem Reisetaschenbuch folgend, biegen wir etwa 300 Meter nach Kilometertafel »47« von der Küstenstraße nach links ins Landesinnere ab.

Das Ziel ist eine Quelle bei der Kapelle Ágios Pávlos. Diese Quelle soll zu sprudeln begonnen haben, als der Apostel Paulus hier bei einer seiner Reisen durstig vorbeikam.

Agios Pavlos
Agios Pavlos

Leider dient der Weg fast ausschließlich der landwirtschaftlichen Erschließung. So nämlich ist er nur wenig befestigt - und überdies stellenweise recht steil. Halb so wild, denken wir uns. Denn die ersten paar Meter kommen wir mit unserem kleinen C2 noch gut voran.

Schon nach der ersten Steigung müssen wir jedoch merken, dass der Weg nicht nur sehr eng ist, sondern der Untergrund außerdem völlig durchweicht.

Agios Pavlos
Agios Pavlos

Wenden kaum möglich, rückwärts wieder runterfahren? Nicht, wenn es nicht sein muss. Also Lenkrad fest angepackt und den Wagen schön nach rechts (zur Hangseite) gelenkt, während das hintere Teil immer wieder mal nach links (zur Abgrundseite) driftet.

Wahrlich nichts für schwache Nerven. Als Annette schließlich denkt, »jetzt muss nur noch jemand von vorne kommen«, verbreitert sich der schwammige Weg ein wenig und kommt uns ein Jeep entgegen ...

Agios Pavlos
Agios Pavlos

Nach zweieinhalb sehr langen Kilometern kommen wir endlich mit dem guten Gefühl oben an, die Gefahr heile überstanden zu haben. Etwas wundern wir uns jedoch, dass hier oben Häuser stehen, zu denen eine asphaltierte Straße führt. Aber es stand ja auch, dass viele Einheimische zur Quelle fahren, um ihr Auto - oder wie bei unserem Besuch, ein wenig Gemüse - zu waschen.

Nun hatte im Reisetaschenbuch eigentlich nur der Hinweis gefehlt, dass ein paar Kilometer vor dem landwirtschaftlichen Weg eine ganz normale Straße zur Kapelle führt. Aber wenigstens wussten wir nach der Fahrt, dass ein C2 durchaus geländefähig ist. Nach der Fahrt nannten wir ihn allerdings nur noch »unser kleines Dreckspatzauto«.

VG Wort