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Zitadelle von Thessaloniki

Irgendwie bahnt sich unser Fahrer einen Weg aus dem Verkehrsgewühl und lenkt sein Taxi durch immer enger werdende Gassen den Berg hinauf zur Altstadt (Áno Póli). So erreichen wir bald den unteren Teil der Zitadelle und glauben uns eigentlich am Ziel der Fahrt.

Aber nein, er zeigt uns nur, wo wir nachher entlanglaufen werden, um uns noch ein gutes Stück weiter hinauf zu bringen, immer bemüht, uns im gebrochenem Englisch zu erklären, dass dies hier alles die Altstadt ist. Ja, denke ich, das wollen wir uns ja auch anschauen. Aber doch nicht mit dem Taxi, sondern zu Fuß!

Zitadelle
Zitadelle

Am obersten Punkt der Straße angekommen, steigen wir schließlich aus - und wissen zugleich: Griechen laufen nicht nur sehr ungern, sie setzen dies auch bei Auswärtigen voraus. Wenigstens hier aber irrt unser Reisebuch nicht.

Der höchste Punkt der Zitadelle, das Eptapírgio, wird nämlich als Startpunkt für einen Rundgang durchs Kastro empfohlen. So fahren hier nicht nur die Taxis jeden hoch, der irgendwas von »Zitadelle« redet, sondern hält hier außerdem die Buslinie 23.

Zitadelle
Zitadelle

Noch bis zum Jahr 1989 nutzten die Griechen die Zitadelle als Gefängnis. »Zitadelle« ist jedoch nicht ganz richtig. Denn als solche dürfte die Festung nur sieben statt der zehn Türme haben.

Als Thessaloniki 1997 zur Kulturhauptstadt ernannt wurde, restaurierte man die Gebäude, die heute als Gefängnismuseum dienen.

Zitadelle
Zitadelle

Leider ist dieses nicht immer geöffnet, wenn Touris vor der Tür stehen. So fühlen wir uns doch ein wenig unwohl, als wir durch die unverschlossene Tür eindringen,

um uns den Innenhof mit der kleinen, halb verfallenen Kirche, die erhöhten Wehrgänge und ein paar der Zellen anzusehen, bevor wir uns klammheimlich wieder heraus stehlen ...

VG Wort
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